Neujahrsempfang mit Mensch-ärgere-dich-nicht

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Mann steht am Redepult. Daneben eine Leinwand auf der das Spiel Mensch-ärgere-dich-nicht abgebildet ist
Neujahrsempfang mit Mensch-ärgere-dich-nicht (Foto: Kirsten Lichtinger)
kili und Kirsten Lichtinger

„Manche Spielsituationen zaubern einem ein Lächeln ins Gesicht, bei anderen ärgert man sich richtig“, sagte der Vorsitzende der Fischbacher Runde, Dietmar Nützenadel, beim festlichen Neujahrsempfang am Sonntagabend in der Festhalle. Er verglich die wichtigen Fischbacher Themen mit dem Spieleklassiker „Mensch ärgere dich nicht“ und ordnete sie den jeweiligen bunten Spielgruppen zu.

„Freuen wir uns, dass nach über 60 Jahren Spielzeit der Spielstein der B 31-neu ins Ziel kommt“, erklärte Nützenadel den über 300 Gästen, darunter Oberbürgermeister Andreas Brand, Bürgermeister Stefan Köhler, der Landtagsabgeordnete August Schuler (CDU) und Rolls-Royce-Power-Systems-Chef Andreas Schell. Die meisten Arbeiten seien fertiggestellt, der letzte Belag stehe noch aus. „Wir hoffen auf Flüsterasphalt“, appellierte er an die Verantwortlichen.

Im Hinblick auf die vorgeschlagene Teilfreigabe vermied er es, eine eindeutige Position zu beziehen. Es gebe Gründe, die dafür und Gründe, die dagegen sprächen. Die Entscheidung liege beim Regierungspräsidium Tübingen, das die Voraussetzungen dafür prüfen müsse. Jetzt gehe es um die Zukunft der alten B 31. An einer Online-Umfrage der Stadtverwaltung hätten nur 229 Bürger teilgenommen, immerhin 135 davon kämen aus Fischbach und Manzell. Der Fokus liege auf einer Trennung des Fußgänger- und Radverkehrs vom motorisierten Verkehr. Außerdem wünschten sich die Teilnehmer mehr Grünbepflanzung entlang der Meersburger und der Zeppelinstraße. Er bedauerte, dass der Planungsprozess in der Eisenbahnstraße ins Stocken geraten sei. „Projekte, die begonnen werden, sollten auch zu Ende gebracht werden“, forderte er. „Helfen Sie dem letzten Hütchen der Eisenbahn-Spielgruppe ins Ziel“, appellierte er in Anspielung auf seinen Vergleich mit dem Spiel „Mensch ärgere dich nicht“. Er bedauerte auch, dass sich die Planungen für den Uferweg West aus Gründen des Gewässer- und Landschaftsschutzes hinziehen würden.

Im Hinblick auf die geplante Bahnunterführung wünschte er sich konkrete Aussagen, äußerte aber auch Verständnis dafür, dass die Planungen aus Kostengründen zurückgestellt würden. Ein Lächeln ins Gesicht zaubere definitiv der Neubau der Fischbacher Sporthalle. Jetzt könne über den Neubau, beziehungsweise die Renovierung, der alten Festhalle nachgedacht werden. In seinem Jahresrückblick streifte er die vielen Ereignisse im Häfler Westend von der Wasserverschmutzung in Manzell, über die Verschiebung des Neubaus auf dem Gelände des ehemaligen Diakonissenheims, die anstehende Sanierung des Kirchturms von St. Magnus und das 80-jährige Bestehen der evangelischen Kirche sowie die Fertigstellung des Feuerwehrhauses. „Damit die Themen aus Fischbach in Erinnerung bleiben, finden die ersten drei Stuhlreihen Spielfiguren unter ihren Sitzen“, sagte Nützenadel zum Schluss seines Vortrags.

Für die Musik sorgte der Männerchor Fischbach, dessen Mitglieder ihre Lieder mit viel Engagement eindrucksvoll vortrugen. Die Zuhörer belohnten den Auftritt mit großem Applaus und wünschten sich weitere Zugaben. Unterstützt wurde der Chor beim Song „I have a dream“ von der 15-jährigen Greta Hartleb, deren ausdrucksvolle Stimme einen schönen Kontrast zur tieferen Tonlage der Männer darstellte.

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