Neuer Skateplatz unter B31 bekommt mit „liegendem Pfennig“ spektakuläres Detail

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Der Skatepark
Die Bauarbeiten für den neuen Skatepark in der Kitzenwiese sind fast abgeschlossen.
Schwäbische Zeitung

Schon jetzt kann man deutlich erkennen, was auf der Fläche in der Kitzenwiese letztlich entstehen soll: neue, sogenannte Transitions, Rails und Tables für Skater. Die Wiedereröffnung des Parks unter der B31 ist für September geplant.

Die gesamte Skaterfläche umfasst rund 750 Quadratmeter und ist damit deutlich größer als der bisherige, heißt es vonseiten der Stadtverwaltung in einem Presseschreiben.

Nachdem in den vergangenen Wochen Stück für Stück die einzelnen „Obstacles“ (Fahrelemente) von der Firma Camp Ramps geschalt, betoniert und am Ende „geshaped“ (geglättet) worden sei, habe man nun den Bodenbelag eingebaut.

Die Herstellung der Obstacles, die zum größten Teil in Handarbeit erfolge, setze ein sehr hohes handwerkliches Können und praktische Erfahrung im Skaten und Biken voraus. Damit die Betonflächen nicht zu schnell aushärten und sich dadurch Risse bilden, wurden die Flächen mit Folien abgedeckt, heißt es weiter.

Aufgrund der heißen Temperaturen mussten die Bodenarbeiten unterbrochen werden, sodass in dieser Woche die letzten Betonier-Arbeiten ausgeführt werden konnten.

Betreut wurde die Planung und der Bau des neuen Skateparks von der Abteilung Stadtgrün im Stadtbauamt. Entwickelt wurde er von Landschaftsarchitekt Ralf Maier aus Köln in mehreren Workshops gemeinsam mit den Jugendlichen.

„Ich freue mich, dass wir den Skatepark nun im September den Jugendlichen übergeben können. Der gesamte Beteiligungsprozess lief reibungslos, alle Beteiligten arbeiteten eng zusammen und die Kooperation mit den Jugendlichen war sehr gut“, so Wolfgang Kübler, Leiter des Stadtbauamtes.

Der neue Skatepark soll zukünftig viel Platz und Freiräume bieten und ließe so eine kreative Nutzung für Anfänger bis Könner zu. Eine Besonderheit sei der „liegende Pfennig“, eine runde Form, die sich aus einer schrägen Ebene heraushebe und auf den Skateplätzen der Umgebung nicht zu finden sei.

Da die neue Anlage auch eine zusätzliche Beleuchtung erhält, kann zukünftig auch im Winter und am Abend länger geskatet werden, heißt es weiter. Sobald die Beläge ausreichend ausgehärtet sind werden die fehlenden Holzrampenelemente aufgestellt, die überwiegend von Bikern genutzt werden.

Die Bauarbeiten liegen trotz der geringen Verzögerung wegen der Hitze im Zeitplan und werden voraussichtlich Mitte August abgeschlossen sein. Die Anlage wird dann für die Skater freigegeben. Die Eröffnung ist im September mit einer Eröffnungsfeier und einem Skatecontest geplant.

Workshops für Wünsche

Die Kinder und Jugendlichen wurden in mehreren Workshops in den Planungsprozess miteingebunden. Diplom-Ingenieur Ralf Maier, Sachverständiger und Gutachter für Bike- und Skateparks und Mitglied im Normenausschuss für Skateanlagen wurde beauftragt, den Skatepark zu planen. Nach mehreren Workshops, in denen die Jugendlichen ihre Wünsche äußerten, gestaltete er einen Entwurf aus. 

In einem abschließenden Workshop wurde auf Wunsch der Jugendlichen nochmals die Lage der Sprungrampen im südlichen Bereich gedreht und die zwei Rampenelemente („Curbs“) erhielten unterschiedliche Höhen. Die Rampenkombination („Manualpad/Curb“) wurde verkleinert und anstatt zweier Rails („Handläufe“) wurde ein Rail und ein Rampenelement („Ledge“) aufgebaut.

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