Der neugewählte Vorstand des Fördervereins (von links): Jochen Dambacher, Roland Ehry, Jochen Jäger, Brigitte Ehry.
Der neugewählte Vorstand des Fördervereins (von links): Jochen Dambacher, Roland Ehry, Jochen Jäger, Brigitte Ehry. (Foto: Solveig Fuchs)
Schwäbische Zeitung

17 potentielle Mitglieder und sieben weitere Interessierte kamen Ende November zur Gründungsversammlung des Fördervereins Öko-See-Dorf. Die Absicht des Vereins ist die Förderung gemeinnütziger Zwecke, unter anderem die Förderung und Unterstützung von Menschen aller Generationen, Natur- und Umweltschutz, Kunst und Kultur, bürgerlichem Engagement und Wissenschaft und Forschung, heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins.

Nach dem Verlesen des Satzungsentwurfs und einer gemeinsamen Aussprache wurde die Vereinssatzung verabschiedet. Der Vorschlag zur Gründung des Vereins und die Satzung wurden einstimmig angenommen.

Zur Vorgeschichte: Vor gut zwei Jahren entstand aus einer kleinen Gruppe von Visionären die Initiative Öko-See-Dorf, mit dem Ziel, im Raum Friedrichshafen ein genossenschaftliches Ökodorf für 90 bis 150 Menschen zu bauen. Dabei geht es nicht nur um die Schaffung bezahlbaren Wohnraums, sondern um die Entwicklung einer neuen Kultur des gemeinschaftlichen Lebens und der Selbstbestimmung. Die vertretenen Werte sind insbesondere ökologisch und regenerativ, soziokratisch und gewaltfrei sowie angemessen und fair, heißt es weiter.

Mit dem Förderverein als juristische Person steht nun der Stadt Friedrichshafen ein direkter Ansprechpartner zur Verfügung, wenn es um die Bewerbung um einen konkreten Bauplatz geht. Spätestens, wenn ein Grundstück gekauft werden kann, wird auch die Genossenschaft gegründet werden.

Im Anschluss an die Vereinsgründung fand die erste Mitgliederversammlung statt. Als Erstes sollte der Vorstand gewählt werden. Dabei bekamen die interessierten Zuschauer einen Eindruck, wie im Verein das soziokratische Prinzip der Entscheidungsfindung gelebt wird. Es waren mehrere Meinungsbildungsrunden nötig, bis man sich im Konsens, das heißt, ohne dass jemand aus der Runde einen schwerwiegenden Einwand hatte, auf eine Anzahl von vier Vorstandsmitgliedern einigen konnte. Wer diese dann sein sollten, war schnell entschieden. Die für zwei Jahre gewählten Vorstände des Vereins sind nun die bisherigen Leiter der vier für die Initiativgruppe tätigen Arbeitskreise: Brigitte Ehry, Jochen Dambacher, Jochen Jäger und Roland Ehry.

Auch die Gründer der Initiative, Odette Lassonczyk und Markus Hener, kamen zur Gründungsversammlung und wurden für ihr Engagement geehrt.

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