Netzwerk fordert Planungsstopp für Hotelhochhaus an der Friedrichstraße

 Das Netzwerk für Friedrichshafen sieht die Pläne für einen städtebaulichen Hochpunkt auf dem Schlossgarten-Areal seit jeher kri
Das Netzwerk für Friedrichshafen sieht die Pläne für einen städtebaulichen Hochpunkt auf dem Schlossgarten-Areal seit jeher kritisch - und fühlt sich nun auch durch das Ergebnis der Bürgerbeteiligung bestätigt. (Foto: Wick & Partner)
Schwäbische Zeitung

Nach Abschluss der Bürgerbeteiligung zum Rahmenplan Friedrichstraße erneuert die Gemeinderatsfraktion Netzwerk für Friedrichshafen in einer Pressemitteilung ihre Forderung, die Planungen für einen städtebaulichen Hochpunkt auf dem Gelände des ehemaligen Hotels Schlossgarten nicht mehr weiterzuverfolgen. Konkret geht es um den Bau eines Hotelhochhauses.

„Wenn sich mehr als 68 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen einen Hochpunkt als westlichen Abschluss der Friedrichstraße aussprechen, dann dürfen Gemeinderat, Verwaltung und auch unser Herr Oberbürgermeister diese starke und eindeutige Ablehnung nicht ignorieren“, stellt Stadtrat Philipp Fuhrmann fest. „Aus unserer Sicht ist damit seitens der Häflerinnen und Häfler einer Weiterplanung des Hochpunktes jegliche Legitimation entzogen, das darf nicht ohne Folgen bleiben“, fordert Fuhrmann.

Fast 1100 Bürgerinnen und Bürger hatten sich an der Befragung zur Fortschreibung des Rahmenplans beteiligt. „Die zum Teil überwältigende Eindeutigkeit bei der Beantwortung mancher Fragen darf jetzt aber nicht folgenlos bleiben, denn Kommunalpolitik ist für uns Politik von Bürgerinnen und Bürgern für Bürgerinnen und Bürger – und die Bürgerinnen und Bürger haben zum Teil sehr klar entschieden, was sie wollen und was sie nicht wollen“, schreibt Fraktionsvorsitzender Jürgen Holeksa in der Pressemitteilung.

Bebauungsplan statt projektbezogene Entwicklung

Fraktionskollege Simon Wolpold ergänzt: „Forderungen nach dem Erhalt der bestehenden Kleingartenanlage oder die durch die Befragung festgestellte negative Entwicklung der Friedrichstraße zeigen uns außerdem sehr deutlich, dass nur über einen aufzustellenden Bebauungsplan eine geordnete und nicht länger projektbezogene und investorengetriebene Entwicklung möglich ist. Auch damit muss sich der Gemeinderat jetzt befassen“

Für die Fraktion sei außerdem wichtig, dass die vielen Hinweise aus der Befragung zum Rad- und Fußverkehr bei der Weiterentwicklung der Friedrichstraße berücksichtigt werden. „Hier ist noch viel zu tun, um deutliche und nachhaltige Verbesserungen zu erreichen“, konstatiert Stadträtin Simona Sohm.

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