Einzige Zweihandjolle bei der Landesjugendmeisterschaft waren die 420er. Hier gewannen Timo Dähn und Nick Schuler (SMCÜ) vor Pau
Einzige Zweihandjolle bei der Landesjugendmeisterschaft waren die 420er. Hier gewannen Timo Dähn und Nick Schuler (SMCÜ) vor Paula Fasterling und Miriam Scheffold (WVF/WYC) sowie Julius Osner und Moritz Stemmler (LSC). (Foto: Volker Göbner/WYC)
Schwäbische Zeitung

Zwölf Wettfahrten in fast allen Klassen – das gab es bei der Landesjugendmeisterschaft (LJM) Baden-Württemberg schon lange nicht mehr. Knapp 100 Nachwuchssegler in fünf Bootsklassen waren vier Tage zu Gast beim Württembergischen Yacht-Club in Friedrichshafen-Seemoos. Als am Sonntagvormittag der strömende Regen nachgelassen hatte waren noch einmal ein bis zwei Wettfahrten möglich. In allen fünf Bootsklassen verteidigten die am Vorabend Führenden ihre Position. Die neuen Landesjugendmeister von Baden-Württemberg sind: Oliver Sanders (SSG Rottachsee, Allgäu) im Laser Radial, Sebastian Höke (SV Schluchsee) im Laser 4.7, Timo Dähn und Nick Schuler (SMC Überlingen) in der Zweihandklasse 420er und Elina Schieback (YC Noris, Nürnberg) in der Europe. Den Titel Landesjüngstenmeister im Optimist-Dinghy holte Riccardo Honold (BYC Überlingen).

Spannend wurde es noch einmal bei den Optimisten, der Klasse mit den jüngsten Seglern. Zwei Läufe standen hier noch aus. Spitzenreiter Riccardo Honold ersegelte im ersten Rennen einen zweiten Platz – doch die Verfolger waren ihm dicht auf den Fersen. Honold ging in der zwölften und letzten Wettfahrt volles Risiko und segelte zu früh über die Startlinie – Disqualifikation wegen Frühstarts. Die konnte er zwar streichen, aber der Vorsprung wurde knapp. Verfolger Tim Krause (DTYC Tutzing) kam jedoch nur als Vierter ins Ziel und verpasste damit den Sieg um zwei Punkte. Rang drei ging an Sophie Schneider (WYC). Auf Rang sechs landete Finn Meichle (WYC), der erst spät richtig in Fahrt gekommen war.

Eine klare Sache war der Sieg von Oliver Sanders im Laser Radial. Der Allgäuer hätte eigentlich gar nicht mehr antreten müssen, segelte aber in der einzigen hier noch ausstehenden Wettfahrt einen dritten Platz und holte damit den Titel ins benachbarte Bayern. Katharina Schoch (Stuttgarter SC) holte Platz zwei vor Patrick Keck (YC Meersburg).

Auch im Laser 4.7, der Laser-Jolle mit dem kleinsten Segel, stand mit Sebastian Höke (SV Schluchsee) der neue Landesjugendmeister schon fest. Als Zweiter auf der Ziellinie der Sonntagswettfahrt unterstrich er seine Dominanz. Knapp wurde es dagegen für Amy Heller (SC Öhningen), die erst als Fünfte im Ziel war. Zwei Punkte Vorsprung blieben ihr auf den Schnellsten der Abschlusswettfahrt: Luis Böhm (DTYC Tutzing) konnte durch den Laufsieg noch Bronze holen und Max Gasser verdrängen. Um einen Punkt verpasste der Wäschbrucker das Podium.

WYC-Seglerin auf Rang zwei

Bei den 420ern wurden noch zwei Läufe gesegelt, die Wettfahrten zehn und elf. In der Zweihandjolle war der Sonntag ganz klar der Mädelstag: Den ersten Lauf gewannen Paula Fasterling (WV Fischbach) und Miriam Scheffold (WYC), den zweiten dann Lia Weber und Riley Woydich (Chiemsee YC). Den in Führung liegenden Timo Dähn und Nick Schuler (SMC Überlingen) reichte jedoch in der ersten Wettfahrt ein zweiter Platz, um den Sieg zu holen. Auch an den Plätzen zwei und drei im Gesamtergebnis änderte sich nichts mehr: Silber für Fasterling/Scheffold vor Julius Osner und Moritz Stemmler (Lindauer SC).

Bei den Europes brillierte Elina Schieback vom Nürnberger YC mit zwei weiteren Laufsiegen. Insgesamt acht Mal war sie als Erste im Ziel – so oft wie kein anderer Teilnehmer bei der LJM. Die beiden folgenden Plätze belegten Segler des YC Immenstaad: Ella Spannagel vor Marc Müller.

„Die Windvorhersagen waren ja nicht so überragend. Aber am Samstag war es dann doch super und auch heute kam der Wind, als der Regen ab zehn Uhr weniger wurde“, fasste Conrad Rebholz (WYC), Wettfahrtleiter auf der Bahn der Optimisten, die vier Tage zusammen. „Aus Sicht der Wettfahrtleitung war es insgesamt sehr zufriedenstellend. Besser ging’s eigentlich nicht.“ Auch Landesjugendobmann Fabian Bach hatte ein Lächeln im Gesicht: „Segler wie Trainer sind alle zufrieden. In Friedrichshafen haben wir immer Glück mit dem Wind!“

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