Nachwuchsförderpreis im Handwerk vergeben

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 Jasmin Pfeiffer, Samuel Ross und Jacob Dörr haben den Nachwuchspreis des Handwerks erhalten.
Jasmin Pfeiffer, Samuel Ross und Jacob Dörr haben den Nachwuchspreis des Handwerks erhalten. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Das Handwerk hat es in sich! Dieser Meinung sind nicht nur die Kreishandwerkerschaft, die Fränkel Stiftung, die Sparkasse Bodenseekreis sowie das Autohaus Bleicher, die als Unterstützer den Nachwuchs-Handwerkspreis sponsern, sondern auch die Geehrten des Abends: Schreiner Samuel Ross, Stuckateurin Jasmin Pfeiffer und Zimmermann Jacob Dörr sind die diesjährigen Preisträger. Drei junge Menschen, die sich nach dem Abitur für eine Ausbildung im Handwerksbereich entschieden und mit herausragenden Noten abgeschlossen haben. Die Laudatoren bescheinigten ihnen Leistungswillen und Durchhaltevermögen.

Samuel Ross hat sich nach mehreren Praktika für den Beruf des Schreiners entschieden. „Was uns besonders gefallen hat: trotz Praktika bei der ZF und MTU hat er sich für einen Handwerksberuf entschieden“, sagte Laudatorin Jaqueline Egger-Buck. „Der Werkstoff Holz hat mich fasziniert“, sagt der Preisträger und die Arbeit sei abwechslungsreich. Privat engagiert er sich bei der Freiwilligen Feuerwehr und der Dorfgemeinschaft Kressbronn. Ebenfalls Gründe, die neben dem Abschluss mit einer Gesamtnote von 1,7 die Jury dazu bewogen, hat, Samuel Ross den ersten Preis zu vergeben.

Mit der Zweitplatzierten, Jasmin Pfeiffer, wurde eine „Powerfrau“ ausgezeichnet, wie Laudator Christof Binzler verkündete. „Nach dem Abitur hat sie die Stuckateurlehre mit einer Gesamtnote von 1,9 abgeschlossen“, das sei ungewöhnlich. „Natürlich stecken die entsprechenden Gene in ihr“, erklärte Binzler. Der Opa habe den Betrieb gegründet und die Söhne führen ihn heute weiter, „aber dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass die Tochter das mit so viel Energie und Begeisterung weiter macht“. Jasmin Pfeiffer hat jetzt die Meisterprüfung sowie betriebswirtschaftliche Fortbildungen vor Augen. Zur Belohnung erhielten beide Preisträger einen Autoschlüssel überreicht: Ein Jahr dürfen sie kostenlos einen VW Up fahren.

Drittplatzierter ist Jacob Dörr, der für seinen Abschluss als Zimmermann mit der Gesamtnote von 1,7 das Meisterstipendium der Kreishandwerkerschaft erhielt. Dabei ist auf kuriose Art an den Beruf gelangt. Als er während der Schulzeit ein Praktikum bei einem Heizungsbauer machte, hatte dieser gerade nicht genug Aufgaben für den Praktikanten zur Hand und bot ihm an, bei dem Bau eines Gewächshauses aus Holz, bei ihm zuhause zu helfen. „Ein fataler Fehler für den Heizungsbau und ein Glücksfall für die Zimmerer, denn hier lernte der junge Mann, dass es nicht nur Balken, sondern auch Sparren und Pfetten gibt“, sagt Laudator Klaus- Dieter Schmidberger. Nach einen weiteren vierwöchigem Praktikum in einer Zimmerei, stand der Berufsweg für Jacob Dörr fest: er wollte Zimmermann werden. Jetzt will Jacob Dörr er erstmal in die Welt hinaus und in Neuseeland vier Monate in seinem Job arbeiten. Doch der Preis hat für ihn auch was Richtungsweisendes und mit einer künftigen Meisterprüfung kann er sich in seinem Beruf weiterbilden.

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