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Der diesjährige Nachtflohmarkt der Narrenzunft Seegockel war auf ganzer Linie ein Erfolg. Zu diesem Ergebnis kam Oliver Venus, Zunftmeister und Organisationsleiter der heimischen Narrenfreunde. „Das Wetter hat uns dieses Jahr prächtig in die Karten gespielt. Vor allem am Freitag war teilweise kein Durchkommen mehr“, resümierte Venus zufrieden.

Über Jahre hinweg hatte die Narrenzunft Seegockel kein besonderes Glück mit dem Wetter. Nicht so in diesem Jahr. Dem beliebten Nachtflohmarkt war Petrus in allen Belangen hold. An rund 150 Verkaufsständen, nicht gezählt die Nachmeldungen, priesen, eingerahmt von einer traumhaften Kulisse entlang der Uferpromenade vom Lammgarten bis zum Gondelhafen, die Händler und Privatpersonen ihre gebrauchten Waren an. Oliver Venus zeigte sich ob des Ablaufes aber auch wegen des Zustroms der Kundschaft begeistert: „Die Resonanz war enorm. Die diesjährige Auflage unseres Nachtflohmarktes kann man nur schwer steigern.“

Am Samstag wird mehr geschaut

Zufrieden waren die Veranstalter nicht nur mit dem Besucherandrang, sondern auch mit dem organisatorischen Ablauf. So habe man mit der Online-Anmeldung im Vorfeld sehr gute Erfahrungen gemacht. Wie Venus im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung weiter erklärte, hätten sich die Verkäufer beim Aufbau, beim Ablauf oder auch beim Abbau vorbildlich gegeben und die Flohmarktregeln beachtet. Auch die neu ausgerichtete Gastronomie an der Konzertmuschel sei sehr gut angenommen worden. „Etwas 120 Helfer hinter und vor den Kulissen haben für eine reibungsloses Geschehen gesorgt. Einige Dinge sind optimiert worden, der Erfolg hat uns recht gegeben. Besonders gefreut hat uns, dass die Hupaquäler unsere Veranstaltung klangvoll begleiteten“.

Gut gelaunt zeigte sich auch Nicole Dodek, die gemeinsam mit Azubis des zweiten Ausbildungsjahres der Sparkasse Bodensee allerlei, meist von Mitarbeitern der Sparkasse und deren Familien gespendete Waren anbot. „Unter dem Motto ,Eine ganze Nacht für einen guten Zweck’ möchten wir im Namen des Fairkauf-Centers der Caritas Bodensee-Oberschwaben mit dem Erlös aus dem Verkauf auch die Kinderstiftung Bodensee unterstützen. Der Andrang am Freitagabend war so groß, dass wir die vielen Kartons nicht auszuräumen brauchten, wir kamen nicht dazu, denn das übernahm die Kundschaft kurzerhand selbst. Hier sorgte der Überraschungseffekt bei den Schätzlessuchern wohl für den besonderen Kick.“

Überall wurde gekruschtelt, gefeilscht, ausprobiert und mit mehr oder weniger professionellem Blick an den Ständen diskutiert und geschachert. Auch Kerstin und ihre Tochter Wiebke aus Immenstaad sind Flohmarktfans und lieben die besondere Atmosphäre. „Wir mögen dieses Kruschteln, das Stöbern auf Flohmärkten. Heute haben wir unter anderem ein schönes Kinderbuch ergattern können.“ Nana und Katrin aus Oberroth bei Illertissen sind eigens an den See zur Veranstaltung gereist: „Dieser Charme, das Ambiente, der Blick direkt auf den Bodensee, dazu das schöne Wetter – einmalig. Wir verbinden den Flohmarkt mit einem schönen Ausflug“, sagt Katrin, bevor eine alte Kaffeekanne ihre Aufmerksamkeit weckt.

Wie aus Händlerkreisen zu erfahren war, zeigten sich die Flohmarktbesucher am Freitagabend kauffreudiger. „Unsere alten und urigen Holzwaren gingen sprichwörtlich weg wie die warmen Semmeln. Am Samstag wird eher viel geschaut, trotzdem sind wir gerne hier und sehr zufrieden mit den Umsätzen. Wir sind nächstes Jahr auf jeden Fall wieder dabei“, meinte Ulrich aus Denkingen.

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