Mutmaßlicher Parkhaus-Brandstifter ist vermindert schuldfähig

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Beim 29-Jährigen, der angeklagt ist, Ende Dezember in der Innenstadt von Friedrichshafen drei Brände gelegt zu haben, liegt offenbar eine erheblich verminderte Schuldfähigkeit vor. Zu diesem Ergebnis kommt ein psychiatrisches Gutachten, demzufolge der Beschuldigte an einer schweren psychischen Erkrankung leidet.

Der 29-Jährige hat schon früh gestanden, am 30. Dezember in der Tiefgarage „Parkhaus am See“ und im Einrichtungshaus Friedrich in der Karlstraße Brände gelegt zu haben. Zeugenaussagen und Aufnahmen einer Überwachungskamera stützen diesen Verdacht weiter, so die Staatsanwaltschaft Ravensburg in einem Schreiben. Bislang hatte der Beschuldige bestritten, auch den Brand in einem Lagerhaus der Deutschen Bahn am Stadtbahnhof gelegt zu haben. Diese Aussage erhält er nun so laut Staatsanwaltschaft nicht mehr aufrecht.

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So sieht es in dem abgebrannten Parkhaus aus
Drei Großbrände in einer Nacht: Eine mögliche Brandstiftung hält Friedrichshafen in Atem. Schwäbische.de filmt exklusiv in dem noch verrauchten Parkhaus am See.

Der Beschuldige könne sich demnach an eine Brandstiftung im Lagerhaus nicht erinnern, schließe aber nicht aus, den Brand verursacht zu haben. Gegen ihn spricht, dass er einen Notruf abgesetzt hat und eine Bilddatei, die auf seinem Handy gefunden wurde. Der Beschuldigte befindet sich nicht mehr in Untersuchungshaft, sondern ist nun in einer geschlossenen Abteilung einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Ein Prozesstermin vor dem Landgericht Ravensburg steht noch nicht fest.

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