Musikkapelle wandert durch die Filmgeschichte

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 Das erste Konzert unter dem neuen Dirigenten Matthias Preising (rechts) kommt beim Publikum sehr gut an.
Das erste Konzert unter dem neuen Dirigenten Matthias Preising (rechts) kommt beim Publikum sehr gut an. (Foto: Hemuth Voith)
Helmut Voith

Mit Spannung haben die Zuhörer in der gut gefüllten Fischbacher Festhalle am Samstagabend das erste Konzert der Musikkapelle Fischbach unter ihrem neuen Dirigenten Matthias Preising erwartet. Begeistert haben sie sich am Ende zwei Zugaben erklatscht.

Das Fischbacher Herbstkonzert, das zeitgleich zum Konzert des Stadtorchesters im Graf-Zeppelin-Haus lief, stand unter dem Motto Filmmusik. Eine Musik, die viele Filmfreaks im Ohr haben und immer gern hören, und doch war der Applaus nach den traditionellen Marschmusikstücken noch etwas intensiver. Doch damit, so hört man immer wieder, locke man den Nachwuchs nicht – der stehe auf sinfonischer Blasmusik, auf Film und Musical.

Eine stattliche Anzahl von Jungmusikern der Jugendkapelle Fischbach-Schnetzenhausen füllte anfangs die Bühne und ließ unter der Leitung von Jule Thalheim in vier Sätzen die beliebten Harry-Potter-Filme aufleben. Diverse Stimmungen malten sie in „Under the sea“ von Howard Ashman/Alan Merken.

Zeit für Ohrwürmer

Dann waren die Großen dran, die mit einer Reihe von Gastspielern auf die Bühne gekommen waren. Wie bei einem sonntäglichen Frühschoppenkonzert in früherer Zeit saßen sie vor der Kulisse einer Fischbacher Dorfidylle. „So schön ist Blasmusik“, lautete ihr erster Titel – so schön ist Volksmusik, war aus der Bearbeitung von Martin Scharnagl herauszuhören. Mit viel Temperament kam es von der Bühne herunter, ebenso „A Tribute for Nino Rota“, der viele bekannte Filmmusiken komponierte. Unter dem Titel „So schön wie heute“ waren Stücke vereinigt, die zu ihrer Zeit zu Ohrwürmern wurden. Schlager wie „Liebling, mein Herz lässt dich grüßen“ ließen manche mitsummen. Auf einem Teppich über einen arabischen Markt zu fliegen ist auch musikalisch ein besonderes Erlebnis, das die „Selections from Aladdin“ herüberbrachten, begleitet von Bildern aus der Verfilmung auf der Großleinwand.

Nach der Pause ging’s mit amerikanischer Filmmusik weiter. Kurz und zackig war der Einstieg mit dem „Captain America March“. Immer neue Soli und Register malten in „Der mit dem Wolf tanzt“ in bewussten Kontrasten friedvolle Stimmungen, Kampfgetümmel und Siegesfeier. Dynamik und Sondereffekte brachte der Sprung in die Popmusik mit „Axel F“. Emotional oder martialisch kamen die „Hollywood Meilensteine“ daher und machten zuletzt den Soundtrack Highlights aus der „Star Wars“-Serie Platz. Nur zu gerne spielte die Musikkapelle zum Dank für den Applaus noch zwei „Marsch-Juwelen“ als Zugabe.

Die Musiker bringen viel Zeit auf, auch für andere“, stellte Egbert Benz, Vizepräsident des Blasmusikverbands Bodenseekreis, vor der Pause die Leistungen der Blasmusiker insgesamt dar, die nicht nur Proben besuchen, sondern auch in der Organisation gefragt sind. Sieben besonders verdiente Mitglieder erhielten aus seiner Hand die Ehrennadeln des Blasmusikverbands. Für zehn Jahre wurde Fabienne Arnold geehrt, für 20 Jahre erhielten Nataly Wurst, Vanessa Engel und Nicole Baumann die Ehrennadel in Silber, für 30 Jahre erhielten Jörg Scheffer und Stefan Schoser die Ehrennadel in Gold und als Krönung erhielt Karl-Ludwig Späth für 40 Jahre die Ehrennadel in Gold mit Diamant samt Ehrenbrief.

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