Sportliches zum 100-Jährigen: Häfler Radsportverein Seerose feiert Jubiläum mit einem Rundrennen

 Rasant geht’s zu beim Kriterium – wie hier im Bild beim viele Jahre vom RSV Seerose ausgetragenen Rennen „Rund um dKirch“ in M
Rasant geht’s zu beim Kriterium – wie hier im Bild beim viele Jahre vom RSV Seerose ausgetragenen Rennen „Rund um d'Kirch“ in Meckenbeuren. (Foto: Archiv: Andy Heinrich)
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Der RSV Seerose wird 100 – und feiert dieses stolze Jubiläum im Lauf des Jahres mit verschiedenen Veranstaltungen. Am kommenden Samstag zum Beispiel in Fischbach mit einem Kriterium, das nicht nur sportlich herausragt – es geht immerhin um die baden-württembergische Meisterschaft – sondern auch als Event, bei dem nicht nur eingefleischte Radsportfans auf ihre Kosten kommen sollen.

Mit Radrennen hatte Yvonne Link bis vor ein paar Monaten eigentlich gar nichts am Hut. Mitglied im RSV Seerose ist sie zwar schon vor ein paar Jahren geworden, allerdings nur, um mit netten Leuten schöne Rennradtouren zu unternehmen. Breitensport ohne jegliche Wettkampfambitionen.

Als sie dann aber im Frühjahr 2021 zur zweiten Vorsitzenden gewählt wurde und das große Vereinsjubiläum vor der Tür stand, war klar, dass Link sich nun zumindest auf organisatorischer Seite mit dem Thema Radrennen würde näher befassen müssen.

Denn natürlich sollte es zum 100-Jährigen der Seerose mindestens ein Radrennen in Friedrichshafen geben. „Wir haben ja auch eine sehr aktive Jugend und wollen zeigen, was in der Seerose steckt“, sagt Yvonne Link.

„Wirklich ein Erlebnis“

Das Kriterium am kommenden Samstag ist nun sogar schon das zweite im Jubiläumsjahr. Das erste im April in der Häfler Innenstadt war Links Premiere. Und sie war sofort total fasziniert.

„Wenn das Feld mit einem Schnitt von teilweise 48 Stundenkilometern an einem vorbeifährt, ist das wirklich ein Erlebnis“, sagt sie. Um als Laie hineinzuschnuppern in den Radrennsport, ist ein Kriterium geradezu ideal.

Denn im Gegensatz zu einem Straßenrennen, das über 150 oder 200 Kilometer von A nach B führt, rasen die Rennfahrer auf einem Rundkurs fast im Minutentakt an den Zuschauern vorbei.

Langeweile kann fast gar nicht aufkommen, weil in Zwischensprints immer wieder Lenker an Lenker um Punkte für die Gesamtwertung gekämpft wird. Und zwischendurch werden Attacken gestartet, um sich allein oder in Gruppen vom Rest des Starterfeldes abzusetzen, mit dem Ziel, selbiges zu überrunden. Denn ein Rundengewinn zählt am Ende mehr als alle zwischendurch ersprinteten Punkte.

Auch Hobbyfahrer sind gefragt

Wer das nicht nur als Zuschauer miterleben, sondern auch selber in die Pedale treten will, hat dazu bei einem Hobby-Rennen Gelegenheit, das um 13 Uhr beginnt und offen für alle ist – ob männlich, weiblich oder divers.

„Eine Anmeldung für das Jedermann-Rennen ist bis eine Stunde vor dem Start möglich“, sagt Yvonne Link. Vor den Jedermännern und -frauen starten ab 10 Uhr die Lizenzrennen der Frauen und Juniorinnen sowie der Masters- und Schülerklassen. Um 14.30 Uhr beginnt das Rennen der Amateure, der Startschuss für das Hauptrennen der Elite fällt um 16.15 Uhr.

Start, Ziel und Festplatz befinden sich in der Zeppelinstraße, der Rundkurs führt von dort über Post- und Kapellenstraße. Auf dem Festplatz gibt’s Kulinarisches, außerdem sind einige Gewerbetreibende mit ihren Produkten präsent.

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