Philip Schenk, Manfred Schenk, Roland Hecht, Josef Büchelmeier vor dem extra umgebauten Anhänger
Philip Schenk, Manfred Schenk, Roland Hecht, Josef Büchelmeier vor dem extra umgebauten Anhänger (Foto: Jan Andreas Probst)
Jan Andreas Probst

25 Mann, 580 Kilometer und ein gemeinsames Ziel: Die Mitglieder des Radsportvereins des Freundeskreis Uphill wollen zur Häfler Partnerstadt nach Imperia in Italien radeln. Damit ihnen möglichst viele Radfahrer aus der italienischen Hafenstadt entgegenkommen, ziehen sie in einem riesigen Anhänger 100 Liter Bier hinter sich her.

Die ligurische Stadt Imperia liegt an der Riviera die Ponente. Im Jahr 2014 haben Friedrichshafen und Imperia eine gemeinsame Städtepartnerschaft besiegelt. Seitdem haben bereits unterschiedliche Häfler Vereine die Stadt besucht – auch Sportler von Uphill waren darunter. Rückblick: Schon seit 2015 stand für sie fest, dass sie mit dem Rad von Friedrichshafen nach Imperia fahren wollen. Nach mehreren erfolglosen Versuchen, schaffte der Vorsitzende des Vereins, Roland Hecht, die rund 580 Kilometer. Wenig später fuhr eine Gruppe des Vereins die gleiche Strecke innerhalb von zwei Tagen. Für die Mitglieder von Uphill beginnt die Radtour am Samstag, 21. Juli.

Nun ist es das Ziel der 25 Radler, 100 Liter Bier über die Alpen nach Italien zu bringen. Der jüngste von ihnen ist 16 und der älteste 66 Jahre alt. Auf der Strecke begleiten sie Fahrzeuge des Vereins, die zum einen das Bier nach Imperia bringen und im Anschluss die Radfahrer zurück nach Friedrichshafen. Um das Bier zu transportieren, haben sie den vereinseigene Anhänger zu einem Kühlwagen umgebaut. Roland Hecht hatte den Vorschlag gemacht, dass man den Anhänger umbauen könne, um darin Bier zu transportieren. Mitglied Manfred Schenk kam dann die Idee, den Hänger in zwei wärmeisolierten Kammern aufzuteilen. In der einen wird das Bier gelagert, in der anderen Eis zum Kühlen des Bieres. Durch Sensoren wird dann je nach Bedarf kühle Luft in die Bierkammer geleitet. Elektrisch angetrieben wird das ganze durch eine Batterie mit Solarzelle.

Die Radler bringen übrigens kein Radler nach Italien, sondern passend zu Friedrichshafen: das Zeppelin Bier. Das wertvolle Gut soll so auf den zweitägigen Weg eine Temperatur von acht Grad Celsius halten. Das sei dringend nötig, denn in der Po-Ebene könne es im Sommer teilweise Temperaturen über 40 Grad Celsius haben, sagt Hecht. Mit dem Bier wollen die Häfler andere Radler dazu motivieren, ihnen auf dem Weg entgegenzukommen um anschließend feiern zu können. „Wir haben uns gedacht, Radfahrer kann am besten mit Freibier anlocken“, sagt Roland Hecht. Zusätzlich sei das Bier etwas typisches aus der Heimat, das sie den Städtepartner mitbringen wollen.

Auch Josef Büchelmeier, ehemalige Oberbürgermeister von Friedrichshafen und Vorsitzender des Vereins Amici di Imperia, ist es wichtig, die Leute vor Ort für das Treffen zu motivieren. Dafür wolle er sich einsetzen, sagte er beim Treffen auf dem Adenauerplatz. Die Amici di Imperia sind ein Verein, der sich für die Stärkung der Städtepartnerschaft einsetzt.

Den Radlern geht es bei ihrer Tour nicht nur um Feierbier. Sie haben noch ein anderes Ziel. „Dieses Mal soll es mit dem Treffen mit dem Bürgermeister klappen“, sagt Hecht. Deshalb wurde die Strecke auf zwei Tage gelegt, sodass sie nicht, wie bei den vergangenen Versuchen, die Stadt erst nachts erreichen – und das Treffen wieder nicht klappt.

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