MINT-Handwerksberufe für Frauen spannend

 Immer mehr Frauen sind im Metallbau tätig.
Immer mehr Frauen sind im Metallbau tätig. (Foto: Sascha Schneider)
Schwäbische Zeitung

MINT-Berufe können auch Handwerksberufe sein. Beispielsweise in den Gewerken Elektroniker, Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Metallbauer bieten sich für qualifizierte Fachkräfte vielfältige Karrierechancen, schreibt die Handwerkskammer Ulm. Dies gilt auch für Mädchen und Frauen, deren Fähigkeiten in diesen Berufsfeldern liegen. Zu den MINT-Berufen gehören die Arbeitsbereiche rund um Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Im Gebiet der Handwerkskammer Ulm sind der Pressemitteilung zufolge rund 25 Prozent der Auszubildenden weiblich. So sind im Stadtkreis Ulm 204 handwerkliche Auszubildende weiblich, im Alb-Donau-Kreis 135, im Landkreis Biberach 199, im Landkreis Heidenheim 110, im Ostalbkreis 280, im Bodenseekreis 180 und im Landkreis Ravensburg sind es 315 Azubinen. Von den rund 19 500 Handwerksbetrieben im Kammergebiet von der Ostalb bis zum Bodensee sind etwa 3500 weiblich geführt.

Seit gut eineinhalb Jahren läuft das Projekt „Frauen im Handwerk“ in Baden-Württemberg, das Frauen im Handwerk fördert und konkrete Unterstützung bietet. Die Handwerkskammer Ulm hat sich an der Pilotphase mit einem Mentorinnen-Programm beteiligt. Die Maßnahme „Regionales Mentorinnen-Netzwerk für Frauen im Handwerk“ zielt darauf ab, weibliche Auszubildende mit erfahrenen Handwerkerinnen zu vernetzen. Acht Tandems aus Mentorinnen und Auszubildenden hat die Handwerkskammer Ulm koordiniert. Die Handwerkerinnen haben junge Mädchen über einen Zeitraum von rund sechs Monaten begleitet – beispielsweise in den Berufen Steinmetzin, Zimmerin oder Feinwerkmechanikerin. Die Mentorinnen haben die Auszubildenden in Einzelgesprächen beraten und ihnen Hilfestellungen gegeben.

Ziel des Pilotprojekts sei gewesen, den Austausch unter Frauen im gewerblich-technischen Handwerk zu fördern, die berufliche Identität von Frauen im Handwerk zu stärken und letztlich den Frauenanteil insbesondere in gewerblich-technischen Berufen zu erhöhen. Gleichzeitig hätten Handwerksbetrieben die Aufgabe, sich familienbewusster aufzustellen und als Arbeitgeber noch attraktiver zu werden.

Die Handwerkskammer Ulm unterstützt die Betriebe in diesen Fragen mit zwei Personalberaterinnen. Diese Arbeit wird gefördert aus Mitteln des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg im Rahmen der ‚Zukunftsinitiative Handwerk 2025‘.

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