Soll es künftig mehr Geld für die Betreuung behinderter Kinder in Kindertageseinrichtungen geben? Darüber ist sich der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am Montag im Landratsamt nicht einig geworden. CDU und Grüne hatten beantragt, die Vergütungen für Hilfeleistungen im Alltag und in der Teilhabe behinderter Kinder am Sozialleben zu erhöhen. Darunter ist beispielsweise die Eingliederung in Gruppen von Gleichaltrigen gemeint.

Von derzeit 1 536 Euro monatlich soll der Betrag ab nächstem Jahr auf 1 820 Euro steigen, so der Vorschlag der Parteien. Mit diesen erhöhten Beträgen könnte für die Mehrheit der Kinder eine „gute und passgenaue“ Unterstützung angeboten werden. In Fällen, in denen ein besonderer Förderbedarf besteht, könnten Hilfeleistungen von 1 510 Euro im Monat erbracht werden.

Wegen der Unentschiedenheit des Ausschusses soll nun der Kreistag über den Antrag urteilen. Vorausgegangen war dieser Entscheidung eine Debatte, ob der Betreuungsbedarf mit den vorgeschlagenen Summen finanziell und inhaltlich abgedeckt werden könne, sagt Robert Schwarz, Pressesprecher des Landratsamts, gegenüber der Schwäbischen Zeitung. 2017 erhielten durchschnittlich 110 Kinder Hilfeleistungen in Kindertageseinrichtungen.

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