Medizin Campus Bodensee hat eine neue Geschäftsführerin

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Margita Geiger übernimmt am 1. Januar 2020 die Geschäftsführung des kommunalen Klinikverbundes Medizin campus Bodensee (Foto: MCB)
Schwäbische Zeitung

Der Aufsichtsrat der Klinikum Friedrichshafen GmbH hat sich einstimmig für Margita Geiger als künftige Geschäftsführerin des Medizin Campus Bodensee mit seinen drei Standorten in Friedrichshafen, Tettnang und Weingarten entschieden. Das berichtet der Klinikverbund.

„Margita Geiger bringt ein Profil mit, das ganz hervorragend zu unseren Kliniken und zum Medizin Campus Bodensee passt“, betont Andreas Brand, Aufsichtsratsvorsitzender der Klinikum Friedrichshafen GmbH und Oberbürgermeister der Stadt Friedrichshafen.

„Als Medizinerin kennt sie die vielfältigen Anforderungen und Herausforderungen eines Krankenhauses aus der eigenen Praxis, kennt die Belange und Bedürfnisse von Personal und Patienten. Als Krankenhausmanagerin bringt sie genau die Erfahrungen mit, die wir in der jetzigen Phase der Strategieumsetzung benötigen.“

„Ich werde mich dafür einsetzen, den MCB mit seinen Häusern zu Orten zu machen, an denen man gerne arbeitet und sich als Patient gerne behandeln lässt. Alles andere ergibt sich aus dieser Prämisse“, sagt Margita Geiger, die noch Medizinische Direktorin am Klinikum Bayreuth ist und am 1. Januar 2020 ihre neue Aufgabe am Bodensee übernehmen wird. Die 52-jährige Medizinerin habe eine langjährige Krankenhaus-Management-Erfahrung , heißt es in der Mitteilung. Gemeinsam mit den Mitarbeitern wolle sie den MCB fit für die Zukunft machen. 

Medizinerin mit Managementerfahrung

Nach der chirurgischen Facharzt- und Schwerpunktausbildung an Universitätskliniken in Deutschland und den USA und einem internationalen Managementstudium mit dem Schwerpunkt auf Gesundheitsmanagement leitete Margita Geiger im Klinikum Ansbach neben ihrer Tätigkeit als Oberärztin das  Kompetenzzentrum für Prozess- und Qualitätsmanagement im Krankenhausmanagement.

2008 verließ Geiger Ansbach, um im Schwarzwald-Baar-Klinikum Villingen-Schwenningen als Medizinische Direktorin die Zusammenlegung von vormals drei Kliniken in ein Zentralklinikum zu organisieren.

Nach erfolgter Umbstellung und mehr als zehn Jahren weiterer Arbeit in der Klinikleitung zog es Geiger zurück nach Franken zum Bayreuther Klinikum.

Am Bodensee „finde ich gute Arbeitsbedingungen vor, aber auch einen fachlichen und menschlichen Mehrwert gegenüber vielen anderen Krankenhäusern“, freut sich Margita Geiger auf ihre neue Aufgabe. Sie sei sich bewusst, dass sie die Geschäftsführung in einer Phase des Umbruchs übernehme „Die Situation des MCB kommt mir bekannt vor und ich bin mir sicher, dass wir durch eine klare Fokussierung auf Patienten- und Mitarbeiterzufriedenheit wieder Maßstab in der Region werden.“ 

„I kann so schwätze, wie die Leut‘ schwätze“, sagt Margita Geiger – schließlich kommt sie vom See. Sie wisse, wie man „im Krankenhaus schwätzt“ und schließe alle Berufsgruppen darin ein. Sie sei eine „vehemente Vertreterin des Teamgedankens“, die alle Führungskräfte und Mitarbeiter einbinden wolle.

„Margita Geiger trifft am Klinikum und am MCB auf ein hochmotiviertes Team, das gerade in den letzten, durchaus anspruchsvollen Monaten persönlich enormen Einsatz gezeigt hat“, betont Andreas Brand. „Mein besonderer Dank geht an Jochen Wolf, der sich in dieser Phase bereit erklärt hat, übergangsweise die Geschäftsführung des Klinikums zu übernehmen. Er hat diesen geordneten Wechsel erst ermöglicht, begleitet und tatkräftig unterstützt.“ Jochen Wolf hatte auf eigenen Wunsch für eine Übergangszeit die Geschäftsführung übernommen und wird nun wieder seine Aufgaben als Prokurist wahrnehmen. 

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