Ulrich Gresch (links), Regionalleiter Bodensee Oberschwaben der Bruderhaus-Diakonie, bedankt sich bei den Mitarbeitern des Wilh
Ulrich Gresch (links), Regionalleiter Bodensee Oberschwaben der Bruderhaus-Diakonie, bedankt sich bei den Mitarbeitern des Wilhelm-Maybach-Stifts. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Das Wilhelm-Maybach-Stift (WMS) hat sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. Die Idee, ein Seniorenzentrum und ein sozialpsychiatrisches Sozialzentrum miteinander zu verbinden „war ein Wagnis, aber sie ist aufgegangen“, sagte Ulrich Gresch, Regionalleiter der Bruderhaus-Diakonie, in seiner Rede. Begrüßungsreden, Dankesworte und eine Vernissage bestimmten die Feierstunden.

Die Gastredner erinnerten an die Anfänge, sprachen über die Zusammenarbeit der Bewohner des Seniorenheims mit den Klienten der sozialpsychiatrischen Abteilung und mit Nachbarn und Institutionen aus dem Quartier und dankten den ehrenamtlichen und hauptamtlichen Helfern, die „so eine qualitäts- und vertrauensvolle Betreuung und Pflege überhaupt ermöglichen“, betonte Gresch.

Das Wilhelm-Maybach-Stift in der Kitzenwiese ist ein Pflegeheim mit 46 Langzeitpflegeplätzen, einem Kurzzeitpflegeplatz, 18 Tagespflegeplätzen sowie 20 betreuten Seniorenwohnungen und sechs Zimmern in einer Wohngemeinschaft im zum Stift gehörenden „Haus Vitalis“. Der Stift und das Haus Vitalis sind mitten im Quartier, „was uns immer ein wichtiges Anliegen war“, betonte Gresch weiter. Es gebe zahlreiche Kooperationen mit der Kirche, den Schulen Schreienesch, Graf Soden und dem Karl-Maybach-Gymnasium, dem Bürgerforum Kitzenwiese oder auch dem Kinderhaus „Habakuk“. „Das einzige Manko ist hier die Parksituation“, so Gresch.

Der Stift habe einen ausgezeichneten Ruf, das bestätigte auch Bürgermeister Andreas Köster. Zur Lebensqualität innerhalb einer Stadt gehöre insbesondere, „dass man sich wohlfühlt“. Der Stift sei ein Ort, der zum Wohlfühl-Gefühl beitrage. „Hier werden Menschen mit Respekt, Wertschätzung und Würde gepflegt“, betonte Köster. Die Mitarbeiter nähmen sich Zeit, die ihnen anvertrauten Menschen zu betreuen und pflegen. Als Würdigung für die Arbeit des Stiftes überreicht er einen Scheck über 1000 Euro.

Das Thema Zeit zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. „Zeit – Zeitspanne – zeitlos – Zeitdruck – Jahreszeit – vergangene Zeit“ titelte auch die Ausstellung der Vernissage, die Bewohner, Mitarbeiter, Kinder aus dem Kinderhaus Habakuk und Schüler in Kooperation mit den Bewohnern des Heimes erarbeitet haben. Die Schülerin Isabell Kullmer-Ispas und Schüler Valentin Krüper vom KMG berichteten über die Gespräche mit den Bewohnern, während sie die Menschen porträtierten. „Wir haben uns über die Vergangenheit ausgetauscht und sehr private Gespräche geführt“, sagt die Schülerin, die die Zusammenarbeit als spannend beschrieb und ausgesprochen schöne Erfahrung beschrieb. Weitere Begrüßungsworte sprachen Andreas Lingk als kaufmännischer Vorstand der Bruderhaus Diakonie, Gottfried Class gab einen geistliche Impuls und betonte, dass der Wilhelm-Maybach-Stift ein beseelter Ort sei und Anne Stümke, Kunsttherapeutin, sowie Sabine Kösler vom Sozialdienst des Seniorenzentrums erläuterten das Kunstprojekt zum Thema „Zeit“. Peter Haas, Musiklehrer am KMG, und einige Schüler umrahmten das Programm musikalisch.

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