Markus Mauthe zeigt „Ränder des Horizonts“

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Indigene Völker und Veränderungen in Bezug auf den Klimawandel sind die Themen der neuen Show von Markus Mauthe.
Indigene Völker und Veränderungen in Bezug auf den Klimawandel sind die Themen der neuen Show von Markus Mauthe. (Foto: Tobias Friedrich)
Schwäbische Zeitung

Nachdem Markus Mauthe im vergangenen Jahr in seiner Heimat Friedrichshafen seinen Film „An den Rändern der Welt“ präsentiert hat, kommt er in diesem Jahr mit seiner einzigartigen Multimediashow über Indigene Völker und Veränderungen in Bezug auf den Klimawandel ins GZH in Friedrichshafen.

Seit 30 Jahren bereist der Naturfotograf Markus Mauthe die letzten Winkel der Erde fernab bekannter Reiserouten, heißt es in einer Vorschau. Für sein neues Projekt in Zusammenarbeit mit der Umweltschutzorganisation Greenpeace machte er sich auf die Suche nach Menschen, die abseits unserer modernen Welt noch möglichst nahe an den Wurzeln ihrer indigenen Kulturen leben. Das Ergebnis dieser Expeditionen ist laut einer Ankündigung eine einzigartige multimediale Live-Show, die einen spannenden Ausschnitt der kulturellen und ökologischen Vielfalt des Planeten zeigt. Als Umweltaktivist ist Mauthe zugleich Chronist des Wandels, in dem die indigenen Gesellschaften heute begriffen sind durch Umweltzerstörung, Globalisierung und Klimawandel.

Wie die die Awá, eine von 320 Bevölkerungsgruppen im Amazonasgebiet Brasiliens. Pfeil, Bogen, traditionelle Kleidung und Schmuck sind bei ihnen keine bloße Dekoration für Besucher und Touristen, sondern zeugen noch von einem Leben im Einklang mit der Natur. Doch keinen Kilometer entfernt donnern jeden Tag an ihrem Dorf hunderte mit Eisenerz beladene Züge vorbei und bringen Siedler mit, die immer weiter in die Wälder vordringen. Das Dorf der Awá ist eine Insel inmitten landwirtschaftlicher Nutzflächen.

Mauthes Live-Reportage hält aber auch die magischen Momente bereit, wo der Fotograf eine Welt betritt, die losgelöst von Zeit und Raum zu sein scheint. Etwa bei den Mundari im Südsudan, die in Symbiose mit ihren groß hornigen „Rindern der Könige“ leben; oder als er nach langer Suche endlich auf eine Familien der Bajau trifft, die – wie ihre Vorfahren – in einem kleinen Boot als Seenomaden ausschließlich auf dem Meer lebt. Überirdisch erscheinen auch die bis zu 20 Meter hohen Baumhäuser der Korowei unter dem Sternenhimmel von Western Papua.

Drei Jahre lang war Markus Mauthe für sein aktuelles Fotoprojekt in Afrika, Asien, am Nordpolarkreis und in Südamerika unterwegs. Der Ausnahmefotograf bildet in seiner Fotoshow die Traditionen und Gebräuche von elf indigenen Gemeinschaften ab, die in Tropenwäldern, in der Savanne, auf dem Ozean und in der Arktis zu Hause sind. Mit berührenden Portraits und bildgewaltige Momentaufnahmen vor charakteristischen Landschaften schafft es Mauthe laut der Pressemitteilung, individuelle Besonderheiten der indigenen Kulturen herauszustellen. Im Fokus behält der Fotograf stets die Schönheit und Würde des Einzelnen. Herausgekommen sind Fotografien auf höchstem ästhetischem Niveau, Zeugnisse von menschlichen Begegnungen auf Augenhöhe. Dokumentarische Filmsequenzen, abenteuerliche Erfahrungen und stimmungsvolle Musikpassagen seines langjährigen Komponisten Kai Arend verdichten die Live-Show zu einem intensiven atmosphärischen Erlebnis, verspricht die Vorschau.

Am Freitag, 6. Dezember, kommt Markus Mauthe nach Friedrichshafen ins Graf-Zeppelin-Haus und zeigt ab 20 Uhr seine live kommentierte Multivisionsshow „An den Rändern des Horizonts“. Der Eintritt ist frei. Da auf den Plakaten eine falsche Anfangszeit steht, bittet der Veranstalter um Beachtung, dass die Show um 20 Uhr beginnt.

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