Auf Einladung von Walter Schmid (gelbes T-Shirt) beantwortet DLRG-Einsatzleiter Marc Dietrich (ganz in Rot) Fragen zur Sicherhei
Auf Einladung von Walter Schmid (gelbes T-Shirt) beantwortet DLRG-Einsatzleiter Marc Dietrich (ganz in Rot) Fragen zur Sicherheit am und im Wasser und demonstriert die Herz-Druck-Massage. (Foto: gus)
Gunthild Schulte-Hoppe

Senioren vor Gefahren warnen – das ist Anliegen von Walter Schmid, der als engagierter Privatmann eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen hat. Auftakt war am Samstag im Strandbad, wo ein DLRG-Vertreter Fragen zur „Sicherheit im und am Wasser“ beantwortete.

Rund 20 Badegäste, die Interesse am Thema hatten, fanden sich am Badesteg im Häfler Strandbad ein, um mehr über das Thema zu erfahren. Als kompetenter Ansprechpartner stand DLRG-Einsatzleiter Marc Dietrich bereit.

„Was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, keine Luft mehr zu bekommen?“, fragte eine ältere Dame, die Ähnliches schon mal erlebt hatte. „Ruhe bewahren, auch wenn’s schwerfällt“, riet Marc Dietrich. Und sich in Rückenlage begeben. „Das ist entspannter.“ Vor dem Bad im See sollte man sich Zeit fürs Abkühlen nehmen. „Langsam ins Wasser gehen, Arme und Körper nass machen und in sich reinhorchen, wie es einem geht“, so der Rat des Experten. „Wer sich nicht gut fühlt, sollte lieber draußen bleiben.“

Die meisten Fragen zielten auf die Rettung von in Not geratenen Menschen ab. „Hinschauen, nicht weggucken“, lautete der erste Tipp. Im Strandbad auf jeden Fall den Bademeister informieren, der ein Boot und andere Hilfsmittel zur Verfügung hat. Ist keine Aufsicht in der Nähe, andere um Hilfe bitten, den Notruf 112 absetzen (lassen) und hinschwimmen, wenn man es sich zutraut. Bei Menschen, die panisch mit den Armen rudern, sei allerdings Vorsicht geboten, weil sie unbändige Kräfte entwickeln, sich an den Retter klammern und ihn selbst in Lebensgefahr bringen können. Geht jemand im Flachwasser unter, ist es ratsam, mit anderen eine Menschenkette zu bilden und das Wasser nach dem Vermissten zu durchkämmen.

Ein Verunglückter müsse sofort aus dem Wasser und mittels Herz-Druck-Massage reanimiert werden, bis der Notarzt komme. Wer sich Mund-zu-Mund-Beatmung nicht zutraue, solle auf jeden Fall pumpen, denn oft sei noch genügend Sauerstoff im Blut. Wer unsicher ist, könne sich an die Rettungsleitstelle (112) wenden. „Die Mitarbeiter helfen Ihnen und geben genaue Anweisungen per Telefon.“ Beobachtet man ein Unglück in einem fließenden Gewässer, lautet Dietrichs Rat ganz klar: „Nicht reinspringen!“ Die Strömung ziehe einen unter Wasser. So bitter es sei: „Das ist Ihr sicherer Tod“, so der DLRG-Einsatzleiter.

Sein Appell an die Badegäste: „Achten Sie auf Ihre Mitmenschen.“ Das gelte für Menschen, die weit rausschwimmen oder Kinder ohne Schwimmflügel. „Lieber kommen wir einmal zu viel als zu wenig“, versicherte Marc Dietrich. Walter Schmid plant weitere Informationsveranstaltungen, unter anderem über Betrugsmaschen am Telefon, Fallstricke im Internet, Sicherheit im Bus und Sicherheit auf dem Fahrrad.

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