Kulturverein Caserne legt den besten Jahresabschluss seit 23 Jahren hin

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 Der Vorstand des Culturvereins Caserne (von links): David Riedl (erster Vorsitzender), Martin Hirscher (Leitung Kino), Heidrun
Der Vorstand des Culturvereins Caserne (von links): David Riedl (erster Vorsitzender), Martin Hirscher (Leitung Kino), Heidrun Ruopp (Leitung Theater), Hubert Kläsle (Zweiter Vorsitzender), Regine Ankermann (Kassenrevisorin) und Gerhard Böhler (Theatertechnik). (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Auf der Jahreshauptversammlung des Vereins Kulturhaus Caserne ist der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt worden. Neu hinzugekommen ist Heidrun Ruopp für die Fachbereichsleitung „Theater“. Die Kasse ist deutlich im Plus. Trotz der guten Umsatzlage schien unter den gut 30 Mitgliedern eine gewisse Spannung zu herrschen. Knapp dreieinhalb Stunden vergingen, bis Wahlen und Berichte aus den einzelnen Abteilungen abgeschlossen waren.

Der Vorstand kann auf ein gutes Jahr 2018 zurückblicken. „Das ist bisher der beste Jahresabschluss seit 23 Jahren“, freut sich Kassiererin Regine Ankermann. Der Kulturverein Caserne betreibt im Kreativquartier Fallenbrunnen das Kino Studio 17 und das Theater Atrium. Steigende Zuschauerzahlen und auch Kosten, die im Kino dank digitaler Technik eingespart werden, ließen die Kasse gut aussehen und das „obwohl auch viel investiert worden ist“, erklärte der erste Vorsitzende David Riedl. Knapp 7000 Euro Investitionen habe der Verein getätigt, hinzu käme jetzt noch das Lüftungssystem für den Kinoraum. Viele Vorstellungen waren 2018 ausverkauft und die in 2019 bisher angebotenen Veranstaltungen lassen auf einen ebenfalls guten Abschluss zum Jahresende hoffen.

Trotz des guten Jahresabschlusses im Jahr 2018 von gut 11 000 Euro im Plus, schien ein wenig Sand im Getriebe zwischen den Mitgliedern zu knirschen. Auslöser hierfür schien das angesparte Kapital zu sein, das der gemeinnützige Verein angesammelt hat. Die Gelder sind jedoch nicht zum Selbstzweck angespart worden, sondern als Sicherheit für laufende Unterhaltskosten und Versicherungen gedacht und insbesondere, um die Gehälter der stundenweise angestellten Arbeitskräfte zu sichern. „Eine sorgfältige und fürsorgliche Kapitalverwaltung ist unumgänglich, damit die Gehälter gesichert sind“, sagt Kassenrevisorin Regine Ankermann. Man habe im Verein bereits andere Zeiten erlebt, „und ich möchte nicht in die Situation kommen, unsere Arbeitskräfte nicht bezahlen zu können“. Das sei auch mit dem Finanzamt so geklärt, versichert Renate Pöschko, die Steuerberaterin des Vereins. „Es ist wichtig, dass wir die Gemeinnützigkeit erhalten“, sagte Regine Ankermann außerdem.

Es gebe, so Pöschko, unterschiedliche Möglichkeiten für Vereine, um Rücklagen zu bilden, die alle in den Paragrafen 50 bis 65 der Abgabenverordnung festgeschrieben seien. Die Betriebs-mittelrücklagen sicherten den Fortbestand des Vereins, darunter fielen laufende Kosten wie Versicherungen oder auch Gehälter. Des Weiteren gebe es projektbezogene Rücklagen, die man für einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren ansparen dürfe, „dann aber auch für den vorgesehen Zweck verwenden muss“. Als Beispiel nannte sie hier die Anschaffung eines neuen Projektors für das Kino Studio 17, falls das nötig werden sollte. Ohne Projektor sei das Kino nicht zu betreiben, sprich, es werden keine Einnahmen generiert. Damit der Verein in der Lage ist, schnell zu handeln und einen neuen Projektor anschaffen kann, sollten die Mittel vorhanden sein –und zwar unabhängig von den Rücklagen für den laufenden Betrieb.

Trotz der Diskussionen wurde der Vorstand in seinen Ämtern bestätigt. Regine Ankermann verbuchte die meisten Stimmen für sich im Amt als Kassenwart. Die bisherige Arbeit des Vorstandes wurde somit vom Großteil der Mitglieder honoriert. David Riedl wurde als erster Vorsitzender, Hubert Kläsle als sein Stellvertreter, Maren Mathes als Schriftführerin und Regine Ankermann als Kassiererin in ihren Ämtern bestätigt. Ebenso wie Martin Hirscher für die Fachbereichsleitung des Kinos und Gerhard Böhler als Leiter der Theatertechnik.

Neu dabei im Vorstandsteam ist Heidrun Ruopp für die Fachbereichsleitung des Theaters.

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