SFZ-Schüler aus vier Standorten haben auf der Erfindermesse Iena abgeräumt, darunter Noah Lindner und Georgi Parkov (Sechster un
SFZ-Schüler aus vier Standorten haben auf der Erfindermesse Iena abgeräumt, darunter Noah Lindner und Georgi Parkov (Sechster und Siebter von links) vom SFZ-Standort Friedrichshafen (Foto: SFZ)
Schwäbische Zeitung

Neun Nachwuchserfinder des Schülerforschungszentrums Südwürttemberg erhielten vor kurzem Gold- und Silbermedaillen für ihre Forschungsprojekte auf der internationalen Fachmesse „Ideen – Erfindungen – Neuheiten“.

Wenn im Herbst die Iena, eine der größten Erfindermessen der Welt, ihre Türen in Nürnberg öffnet, ist das Schülerforschungszentrum (SFZ) Südwürttemberg mit dabei. Seit einigen Jahren stellen dort kreative Schüler an einem eigenen SFZ-Stand technische Entwicklungen aus, die sie zuvor an einem der acht SFZ-Standorte in Südwürttemberg ausgetüftelt haben. In diesem Jahr durfte sich das SFZ Südwürttemberg über insgesamt drei Gold- und zwei Silbermedaillen freuen.

Vom SFZ-Standort Friedrichshafen wurde in diesem Jahr die Schülererfindung „Smarte Straßenlaterne“ mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Noah Lindner und Georgi Parkov vom Bildungszentrum Parkschule (BZP) Kressbronn haben eine App entwickelt, mit der die Straßenbeleuchtung durch Fußgänger gesteuert werden kann. Im Grundmodus sind die Leuchten energiesparend eingestellt. Bei Bedarf kann der Nutzer die Helligkeit an seine Bedürfnisse auf seinem Abschnitt anpassen oder die Leuchtfarbe je nach Witterung verändern. Sensoren in den Lampen erkennen Ort und Bewegungsrichtung des Nutzers. Eine weitere Silbermedaille ging an ein SFZ-Projekt aus Tuttlingen: Die von zwei Schülerinnen entwickelte Methode gewinnt mit einer Ausbeute von bis zu 90 Prozent Oktan aus einem Stoffwechselprodukt bestimmter Algenarten. Dieses sowie das Nebenprodukt Wasserstoff, können so als Grundbausteine für Prozesse in der organischen Chemie beziehungsweise für Biokraftstoffe nachhaltig gewonnen werden.

Eine Goldmedaille erhielt ein Schülerprojekt vom SFZ-Standort in Eningen. Die Schüler haben eine Schwarm-Sensorik entwickelt, die in Waldgebieten installiert werden könnte und dort zur frühzeitigen Erkennung und Bekämpfung von Waldbränden beitragen könnte.

Eine weitere Goldmedaille ging an zwei Ulmer SFZ-Schüler. Die Nachwuchsforscher hatten eine Methode entwickelt, die mittels Ultraschall Knochenimplantate entgratet. Bereits im Mai hatten die Schüler mit ihrem Projekt den Bundeswettbewerb von Jugend forscht gewonnen und waren über die Sommermonate mehrfach ausgezeichnet worden.

Mit Gold wurde außerdem ein Projekt vom SFZ-Standort Tuttlingen ausgezeichnet, das nicht aktueller sein könnte: Die Tuttlinger SFZ-Schüler haben ein Intelligentes Batteriemanagement für nachhaltige E-Mobilität entwickelt. Eine innovative Elektronik und Software regeln das Lade- und Entlademanagement so, dass im Vergleich zu aktuellen Akkus bis zu 30 Prozent mehr Ladezyklen bei voller Leistungsfähigkeit möglich sind.

Winfried Sturm, Executive Committee Member of Ifia (Welterfinderverband) und Ambassador of Education in Science and Inventions, will nun die SFZ-Projekte zu weiteren weltweiten Erfindermessen an den Stand der Bundesrepublik Deutschland mitnehmen und dort präsentieren. Grund für ihn sind die sehr hohe Güte und Innovationsfähigkeit der Erfindungen der SFZ-Teams.

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