Nie war er so wertvoll wie im Tiebreak. Athanasios Protopsaltis behält die Nerven und punktet zum 14:12 und 15:12.
Nie war er so wertvoll wie im Tiebreak. Athanasios Protopsaltis behält die Nerven und punktet zum 14:12 und 15:12. (Foto: Sebastian Wells)
Schwäbische Zeitung
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Die Volleyballer des VfB Friedrichshafen haben einefach keine Lust zu verlieren. Nach einer großartigen Leistung beider Mannschaften gewannen die Häfler das erste Achtelfinalspiel der Champions League in Berlin mit 3:2 (25:22, 23:25, 25:23, 18:25, 15:12). Es war der neunte Sieg in der Königsklasse und der 32. in der laufenden Saison.

Am Ende entschied der Tiebreak. Und der war genauso hart umkämpft, wie die vier Durchgänge vorher. Bis zum 12:12 war er ausgeglichen und dann machte der VfB drei Punkte in Folge. Berlins Graham Vigrass drosch einen Ausfchlag ins Aus, Athanasios Protopsaltis kam über außen durch und verwandelte auch den ersten Matchball. Protopsaltis profitierte von einer unglaublichen Rettungsaktion seines Mitspielers David Sossenheimer, der den Ball im Spiel hielt. Am Ende setzte sich die kontrollierte Spielweise des VfB gegen einen Powervolleyball, den Berlins Trainer Stelian Moculescu so innig liebt, durch.

Die 6307 Zuschauer in der Max-Schmeling-Halle sahen von Beginn an ein hart umkämptes Spiel. Beide Mannschaften schenkten sich nichts. VfB-Trainer Vital Heynen schenkte Simon Tischer, Bartlomiej Boladz, David Sossenheimer, Athanasios Protopsaltis, Scott Kervorken, Jakob Günthör und Libero Markus Steuerwald das Vertrauen. Die Berlin Recycling Volleys spielten ohne Außenangreifer Robert Kromm. Auf der Außen-Annahme spielten Adam White und Steven Marshall. Der erste Satz war bis zum 10:9 ausgeglichen, danach zog der VfB davon. 13:9, 16:11, 19:13 hieß es. Berlin kam bis auf 19:21 heran, doch der VfB hielt den Vorsprung bis zum Schluss. Berlins Zuspieler Pierre Pujol drosch einen Aufschlag ins Netz.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer eine Berliner Mannschaft, die fast alles traf. Ob über die Mitte oder außen, der VfB verrichtete Schwerstarbeit und es häuften sich die Fehler bei den Häflern. Vital Heynen wechselte Andreas Takvam in die Mitte für Scott Kervorken und Daniel Malescha auf der Diagonalen für den Polen Bartlomiej Boladz. Berlin wusste aber auf alles eine Antwort, dass der Satz nicht schneller zu Ende ging, lag an den Nachlässigkeiten der Hauptstädter. Gegen Ende wurde es eng. Tomas Kocian kam zum Aufschlag, der für Protopsaltis eingewechselte Martin Atanasov punktete zweimal in Folge. Beim zweiten Punkt blockte er Berlins Diagonalangreifer Paul Carroll. Den dritten Aufschlag setzte Kocian dann ins Netz.

Im dritten und vierten Satz blieb die Partie hart umkämpft. Satz drei entschied der VfB knapp für sich, Satz vier gehörte klar den Berlinern, die die Häfler mit ihren durckvollen Aufschlägen und harten Angriffsbällen ständig zu Fehlern zwangen,

Der VfB berappelte sich in Satz fünf und zeigte erneut seine Qualitäten. Und am Ende war es auch der Glaube an die eigene Stärke, die den Unterschied ausmachte. Athanasios Protopsaltis mit 24 Punkten bester Scorer des VfB ließ sich nicht mehr blocken. „Wir wussten, dass da ein unglaublich schwieriges Spiel auf uns zukommt. Wenn ich uns selbst angucke, dann ist das ein unglaublich gutes Ergebnis“, sagte Vital Heynen. „Wir hatten sie weg vom Netz, aber wir haben sie durch individuelle Geschichten verloren“, sagte Berlins Trainer Stelian Moculescu.

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