Klinikum macht Gewinn
Klinikum macht Gewinn
Anton Fuchsloch
Redakteur

Mit einem Jahresüberschuss von 3,8 Millionen Euro wartet die Klinikum Friedrichshafen GmbH für das Geschäftsjahr 2010 auf. Der Gewinn ist damit fast doppelt so hoch wie 2009. Vor einem Jahr war Geschäftsführer Johannes Weindel noch von einem Überschuss in Höhe von knapp 800000 Euro ausgegangen. Dass das Klinikum-Management sein gestecktes Ziel um das nahezu Fünffache übertroffen hat, ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: Die Zahl der Patienten beziehungsweise der „Fälle“ ist von 17921 auf 18247 gestiegen. Die durchschnittliche Verweildauer sank von 6,09 Tagen auf 5,9 Tage. Das heißt, es wurden mehr Menschen in kürzerer Zeit behandelt. Darüber hinaus haben Mehrleistungen dazu beigetragen, die Erlöse weiter zu steigern. Innerhalb des Klinikums wurden außerdem weitere Anstrengungen unternommen, die Abläufe zu optimieren, wie es im Vorbericht für den Gemeinderat heißt.

Gleichzeitig investierte die Klinikum GmbH kräftig. 13,2 Millionen Euro flossen unter anderem in Neubauten wie das Mutter-Kind-Zentrum, das Ärztehaus und die Planung eines Parkhauses, das seit Kurzem im Bau ist. Zum Kauf weiterer Arztpraxen hat das Klinikum dem eigenen Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) ein langfristiges Darlehen in Höhe von 340000 Euro zur Verfügung gestellt.

Auch personell hat das Klinikum aufgestockt, was man an den um 1,7 Millionen Euro gestiegenen Personalkosten(insgesamt 38,7 Millionen Euro) ablesen kann. Dafür wurden mehr als 20 Vollzeitkräfte neu eingestellt, wie es im Geschäftsbericht heißt.

Um die wirtschaftliche Trendumkehr zu stabilisieren, müsse der eingeschlagene Wachstumskurs „unbedingt“ weiterverfolgt werden, appelliert Weindel. Das Klinikum brauche den nachhaltigen Überschuss, um den medizinischen Fortschritt finanzieren zu können.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen