Klangvolles von Chor, Orchester und „Gehörgäng“ begeistern die Zuhörer

Lesedauer: 5 Min
Haben mehr als nur ein Herz für Mütter: Die Protagonisten des Muttertagskonzertes in der Ludwig-Roos-Halle präsentieren ein abwe
Haben mehr als nur ein Herz für Mütter: Die Protagonisten des Muttertagskonzertes in der Ludwig-Roos-Halle präsentieren ein abwechslungsreiches Programm, das auch den Papas gefallen hat. (Foto: Hermann Marte)
Hermann Marte

Als am Samstagabend in der Ludwig-Roos-Halle in Ettenkirch das traditionelle Muttertagskonzert des Chores Klangvoll stattfand, durften sich die Zuhörer gleich über drei Musikgruppen freuen. Es wurde ein abwechslungsreicher Abend für die Gäste, die trotz des schlechten Wetters zahlreich erschienen waren.

Der Chor als Gastgeber des Abends war zu Beginn gar nicht auf der Bühne. Nach der Begrüßung durch die Chorsprecherin Liane Sutter, trat stattdessen das Orchester der Tannenhag-Schule an seine Instrumente. Unter der Leitung von Sigrun Meschenmoser von der Städtischen Musikschule Friedrichshafen zeigten die Musiker das Ergebnis ausgiebiger Proben. Während es am Anfang bei der Feuerwerksmusik noch ein wenig schleppte, kamen die Schüler nachher richtig in Fahrt und meisterten auch schwierige Vorlagen wie „Mambo No. 5“. Auch mit ihren verschiedenen Soli wussten die Schüler das Publikum zu beeindrucken und so wurde das Orchester für seinen Auftritt mit einer Menge Applaus belohnt. Zum Abschluss ihres Auftrittes gab es dann ein Zusammenspiel der Schüler mit dem Chor Klangvoll. Auch hier wurde mit den beiden sehr unterschiedlichen Liedern „Yesterday“ von den Beatles und „Alway Look On The Bright Side Of Life“ von Monthy Python die Wandlungsfähigkeit der zwei Musikgruppen trefflich vorgestellt.

Iris Seliger, die zwischen den verschiedenen Teilen durch den Abend führte, nutze die Umbaupause um ein wenig Hintergrundwissen über Chor und Orchester an das Publikum weiterzugeben.

Dann füllte Klangvoll alleine die Bühne und zeigte eine Auswahl an gefühlvollen Liedern wie „Wunder gescheh’n“ und „Hinter’m Horizont geht’s weiter“. Passend zum Muttertag präsentierten sich die Männer und Frauen des Chores im schwarzen Outfit mit roter Blume oder Krawatte. Am Klavier wurden sie dabei von Mirjam Heuthe begleitet. Ohne jede Unsicherheit sangen die klangvollen Chormitglieder das breit zusammengestellte Arrangement, welches sie unter der Führung ihrer Leiterin Susanne Wagner einstudiert hatten. Diese leitet den Chor seit anderthalb Jahren und hat sich offenbar schon sehr gut eingearbeitet.

Nach der Pause war der zweite Gast des Abends, die „Gehörgäng“, an der Reihe. Mit knallbunten Hemden und Sommerkleidern widmeten sich die Tettnanger den fröhlichen Liedern und präsentierten ein buntes Strandtreiben. Da wurde zwischen den lebhaft vorgetragenen Gesängen auch das klassische Strandproblem, der Liegestuhl, angegangen oder es entbrannte ein Kampf um den großen Cocktail. Neben Klassikern wie „Kauf dir einen bunten Luftballon“ gab es auch Ungewöhnliches wie Astrid Lindgrens „Faul sein ist wunderschön“.

Die Zusammenarbeit der drei Musikgruppen ging vom Chor Klangvoll aus. Es war die bewährte Vorgehensweise nach dem Prinzip „Jemand kennt jemand“, durch das die Verbindung zwischen den so unterschiedlichen Gruppen zustande kam. Geklappt hat das an diesem Abend ausgezeichnet, wie man unter anderem an dem Zusammenspiel der Tannenhager mit Klangvoll hören und sehen konnte.

Den Abschluss bildeten dann die Gastgeber, die noch einmal ihr Können zeigten und wieder ganz auf Gefühl setzten. Diesmal reichte die Zusammenstellung von Filmmusik bis zu Popsongs. Nach dem Konzert gab es noch ein fröhliches Beisammensitzen, zu dem noch viele der Zuschauer blieben. Es war ein Abend mit viel Applaus, der bestimmt eine Fortsetzung erfahren wird.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen