Kinofilm „Schatten über dem Bodensee“ feiert Premiere

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Regisseur Hans-Günter Grenouillet (vorne stehend) stellt sein Team vor Beginn der Premiere von „Schatten über dem Bodensee“ vor.
Regisseur Hans-Günter Grenouillet (vorne stehend) stellt sein Team vor Beginn der Premiere von „Schatten über dem Bodensee“ vor. (Foto: BIG)
Brigitte Geiselhart

Der rote Teppich war ausgerollt. Stars und Sternchen gaben sich ein Stelldichein. Und die Kleiderordnung reichte vom lässigen oder schrägen Outfit bis hin zum Smoking und heißen High Heels. Ja, das war ein Hauch von Hollywood, der sich am Mittwochabend rund um das Cineplex im Bodenseecenter breitmachte. Zur Premiere des Kinofilms „Schatten über dem Bodensee“ war geladen worden – und viele Ehrengäste kamen.

Produzenten und Kameraleute, Haupt- und Nebendarsteller. Zum Beispiel auch Schönheitschirurg Professor Werner Mang, der im Bodenseekrimi eine kleine Gastrolle übernommen hat. Schlagersänger Matthias Reim wurde ebenso als Premierenbesucher erwartet, sagte aber kurzfristig ab.

Viel Betrieb aber dennoch schon vor dem eigentlichen Beginn des Films. „Das war schon eine aufregende Zeit. Aber er hat viel Spaß gemacht “, sagt Kameramann Bernhard Wrobel. „Das ganze Team hat prima zusammengepasstund die Arbeitsatmosphäre war immer fröhlich und freundschaftlich.“

Von einer „besonderen Erfahrung“ an insgesamt 45 Drehtagen spricht auch Produktionsleiter Kay Tilgner. „Es gab schon viele Filme, die in dieser wunderschönen Region gedreht worden sind. Aber der See ist oft vernachlässigt worden. Dieses Mal haben wir den Spieß umgedreht und den Bodensee und seine Umgebung zum Hauptdarsteller gemacht“, betont er. „Die einzelnen Locations waren echt der Hammer“, sind sich auch Hannes Schmid, der den immer unter Strom und zwischen zwei Frauen stehenden Detektiv Max Marek spielt, und Thomas Sprekelsen – er verkörpert den vermeintlich charmanten aber doch bösen Schurken Gregor Canalis – einig.

„Interessantes Thema, spannendes Drehbuch. Ich finde es gut, wenn Leute mutig sind“, zollt auch Werner Mang der Produktion seinen Respekt. „Ohne Risiko gibt’s keinen Erfolg. Das weiß ich aus meiner eigenen beruflichen Erfahrung“, sagt er. Wie er seine eigenen schauspielerischen Qualitäten einschätzt? „Das ist nicht so mein Metier. Mir fehlt auch die Geduld, bei den Dreharbeiten irgendwelche Szenen ständig wiederholen zu müssen“, meint er schmunzelnd. Und dann geht es los mit dem zweistündigen Streifen – nachdem Regisseur Hans-Günter Grenouillet (Künstlername Jean-Paul Saron) seine Protagonisten vor der Leinwand vorgestellt und die eine oder andere nette Episode aus der Drehzeit präsentiert hat.

Film zeigt Schönheit der Region

Eines wird schnell klar: In diesem Krimi geht es nicht nur um Verbrechen, sondern auch um die Schönheit der Region. „Eine Mischung von Tatort und Traumschiff“, hatte der Regisseur angekündigt. Mord und Totschlag gibt es aber nicht. Dafür einen Privatdetektiv aus Konstanz, der mithilfe seiner Freundin, einer Kripobeamtin aus Tettnang, und seiner Assistentin auf die Jagd nach Verbrechern geht. Da werden fünf Ferraris aus dem MAC-Museum gestohlen, auch das älteste deutsche Buch der Stiftsbibliothek St. Gallen, sogar die Sprengung der Bregenzer Festspielbühne wird angedroht. Matthias Reim wird unfreiwilliger Komplize eines Ganoven und Werner Mang wird gebraucht, um dem arg gebeutelten Max Marek nach einem Säureattentat sein schönes Gesicht wiederzugeben.

Die Handlung ist aber eher nebensächlich. Im Zickzack geht es von Konstanz nach Friedrichshafen, auf den Pfänder, nach Lindau, St. Gallen, Wasserburg oder Bregenz. Mit schönen Autos, mit dem Katamaran, sogar im Heißluftballon. Man darf sich also einfach zurücklehnen und den Blick auf den Häfler Moleturm genauso genießen wie auf die Bergwelt rund um den Säntis oder die Urgewalt des Wassers am Rheinfall.

Das Resümee ist schnell gezogen: Eine Oskar-Nominierung wird es für „Schatten über dem Bodensee“ wohl nicht geben. Diese Prognose darf man getrost wagen. Wie aber war schon im Vorspann zu lesen? „Dieser Film ist allen Liebhabern der Bodenseeregion gewidmet.“ In dieser Hinsicht dürfte die Mission erfüllt sein.

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