Kindergarten St. Columban hat sein Gartenparadies

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 Kinder des Kindergarten St. Columban zerschneiden mit Hilfe von Kindergartenleiterin Maria Zambelli und Erzieherin Ina Zejiciro
Kinder des Kindergarten St. Columban zerschneiden mit Hilfe von Kindergartenleiterin Maria Zambelli und Erzieherin Ina Zejicirovic (von rechs) das rote Band zur Einweihung der neu gestalteten Gartens. Freude auch bei Dekan Bernd Herbinger und Reinhard Friedel, Leiter des städtischen Amtes für Bildung, Betreuung und Sport (von links). (Foto: Geiselhart)
Wilfried Geiselhart

Auf diesen Tag haben die Mädchen und Jungs des Kindergarten St. Columban lange gewartet. Umso größer war die Freude bei allen kleinen und großen Gästen, die am Samstag zum Sommerfest des Kindergartens gekommen waren. Nach neunmonatiger Bauphase wurde jetzt der neugestaltete Gartenbereich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Knapp 370 000 Euro haben sich die Stadt und die Katholische Kirche als Träger den Umbau kosten lassen. 110 000 Euro muss die Kirche selbst aufbringen, 256 000 Euro – und damit 70 Prozent der gesamten Investitionssumme – übernimmt die Zeppelinstiftung. „Besser kann man Stiftungsgeld nicht investieren“, betonte Reinhard Friedel, Leiter des städtischen Amtes für Bildung, Betreuung und Sport, bei der Eröffnungsfeier. Er überbrachte die Glückwünsche der Stadt und würdigte insbesondere auch die reibungslos verlaufende Partnerschaft und das Engagement der Katholischen Kirche, die insgesamt 16 Kindertagesstätten in Friedrichshafen trägt. Lob kam auch von Seiten des Elternbeirats. „Erzieherinnen und Kinder haben die Zeit ohne eigene Außenanlage hervorragend gemeistert“, sagte Stefanie Kuhnhäuser.

Rutsche war morsch

Der Kindergarten St. Columban blickt mittlerweile auf eine 54-jährige Geschichte zurück. Hier werden derzeit bis zu 69 Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren betreut. An der rund 30 Jahre alten Außenanlage des Kindergartens hatte der Zahn der Zeit massiv genagt, wie Maria Zambelli berichtet. „Die Rutsche war morsch. Sie musste schon lange vor der Umbauphase aus Sicherheitsgründen gesperrt werden“, erläutert die Kindergartenleiterin.

Ihr Dank gilt dem ganzen Team der Erzieherinnen, deren Engagement es zu verdanken sei, dass die Kindergartenkinder in den vergangenen neun Monaten nicht auf Outdoor-Erlebnisse verzichten mussten. Man habe bei Naturtagen oder Waldwochen auch ohne eigenes Freigelände reichlich Zeit an der frischen Luft verbracht, so Maria Zambelli.

Und dann war es endlich so weit: Zur Begrüßung der Gäste hatten die Kleinen mit ihren Erzieherinnen ein wunderschönes Lied einstudiert, das den dem Anlass entsprechenden „Jubelschrei“ musikalisch bestens zum Ausdruck brachte. Nach den Segensworten von Dekan Bernd Herbinger wurde die Anlage mit dem Zerschneiden eines roten Bandes offiziell freigegeben. Die Kindergartenkinder ließen sich nicht lange bitten. In Sekundenschnelle nahmen sie den großzügig und individuell gestalteten Kletterparcours, die Rutsche, auch den Bobby-Car-Kurs und alle anderen Spielgeräte in Beschlag und tobten sich nach Herzenslust aus. Von erwachsener Seite wurde auch dankbar registriert, dass der neue Zaun entlang der Bahnlinie und der dekorative Holzzaun in Richtung Rotach zur Sicherheit und zur Abrundung des Gesamtensembles beitragen. Im Schatten alter Bäume fand das Sommerfest des Kindergartens St. Columban einen gemütlichen Ausklang.

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