Lisa Brugger (Jugendamt), Ulrike Weiß (Leiterin der katholischen Gesamtkirchenpflege), Betreuer Niklas Fieweke, Petra Schmidber
Lisa Brugger (Jugendamt), Ulrike Weiß (Leiterin der katholischen Gesamtkirchenpflege), Betreuer Niklas Fieweke, Petra Schmidberger(Abteilung Quartiersmanagement), Yalcin Bayraktar (Amt für Soziales, Familie und Jugend), Stefan Gessler (Volksbank), Susanne Schweitzer (ZF), Christine Knüppel (ZF), Dirk Bogen (Volksbank), Heiko Gottwald (Amt für Bildung, Betreuung und Sport) und Jugendreferentin Sabine Zwick freuen sich (Foto: Ruth Maria Schwamborn)
Ruth Maria Schwamborn

416 Kinder im Alter von sechseinhalb bis zwölfeinhalb Jahren werden in den ersten vier Wochen der Sommerferien in zwei verschiedenen Aktionswochen auf dem Gelände der Weilermühle bei der Aktion Ferienspiele betreut. Träger ist das katholische Jugendreferat der Gesamtkirchenpflege im Auftrag der Stadt Friedrichshafen.

Die Aktion erfreut sich enormen Zulaufs, doch ohne Zuschüsse der Stadt und Spenden der Sponsoren kommt selbst die beliebteste Ferienfreizeit nicht aus. Eine Sponsorenabordnung der Volksbank und der ZF stattete mit Vertretern der Ämter für Bildung, Betreuung und Sport sowie für Soziales, Familie und Jugend am Dienstagvormittag der Weilermühle ihren traditionellen Besuch ab und hatten so die Gelegenheit, Kinder und Betreuer in Aktion zu sehen und sich über das kreative und pädagogische Programm zu informieren. Jugendreferentin Sabine Zwick führte die Gäste dann sogleich in das „Unterdorf“ in welchem die Kinder ihre überdachten Standorte gelegt hatten, um vor schlechtem Wetter und Regen geschützt zu sein. Der Bau und die Gestaltung der Zeltplanen bleibt den Kindern überlassen, um diesen Ort wirklich zu ihrem eigenen zu machen. Diese Sammelstellen dienen den Kindern aber nicht nur zum Schutz, sondern auch zur Orientierung, zum Rückzug und dem gemeinsamen Treffpunkt aller Gruppenkinder und deren Betreuer. Dies ist oft noch für die jüngsten Teilnehmer wichtig, aber ebenso für die Inklusionskinder welche in diesem Jahr an den Ferienspielen teilgenommen haben. „Seit zwei Jahren besteht auf diesem Gebiet Bedarf und dem kommen wir gerne nach“, so Jugendreferentin Zwick. In Schulungswochenenden werden die Betreuer intensiv auf diese und andere Thematiken dazu vorbereitet.

Auf dem weiteren Rundgang über das Gelände lernen die Sponsorenabordnung und die Vertreter der Stadt den Rotachstrand, die Holzwerkstatt und den Bastelbereich als weitere Anziehungspunkte der Kinder kennen. Ganz wichtig und größter Beliebtheit erfreut sich ebenso der selbstgebaute Pool und die damit verbundene lange Wasserrutsche. „ Am besten finden es die Kinder natürlich, wenn sie einen Betreuer fangen und diesen dann in den Pool werfen können“, verrät Betreuer Niklas Fieweke lachend.

Erstmalig Plätze ungenutzt

Doch nicht nur einzelne gezielte kleinere Angebote erwarten die Kinder jedes Jahr in den Ferienspielen sondern auch themenspezifische gewählte Projekttage, einen Großgruppentag oder Tage mit speziellem Hintergrund, wie zum Beispiel den „Stummentag“ oder den „Gegenteiltag“. Für die Sponsoren von Interesse waren neben der tollen pädagogischen Arbeit auch die Belegzahlen der Aktion und so wusste Ulrike Weiß, Leiterin der katholischen Gesamtkirchenpflege, zu berichten, dass in diesem Jahr erstmalig Plätze ungenutzt geblieben waren. „So etwas kenne ich gar nicht, da wir sonst immer nur mit Wartelisten gearbeitet haben“, sagt Weiß. Yalcin Bayraktar vom Amt für Soziales, Familie und Jugend sieht die Gefahr in den vielen Aktionen während der Sommerferien. „Friedrichshafen ist so eine familienfreundliche Stadt mit einer unglaublichen Vielfalt an Angeboten. Es bedarf hier einer besseren Abstimmung, sonst kommt es in Zukunft zu ernstzunehmenden Konkurrenzgeschichten.“

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