Diese Jungs haben viel Spaß beim Bearbeiten von Ytong-Steinen. Fachkundig unterstützt werden sie von Hildegard Meyer.
Diese Jungs haben viel Spaß beim Bearbeiten von Ytong-Steinen. Fachkundig unterstützt werden sie von Hildegard Meyer. (Foto: Brigitte Geiselhart)
Brigitte Geiselhart

Mal richtig handwerklich tätig sein. Ausflüge an die nahegelegene Uferstraße machen. Natürlich auch basteln oder gemeinsam etwas Leckeres kochen und backen. Das und vieles mehr dürfen Mädchen und Jungs erleben, die sich für die Ferienbetreuung an der Gemeinschaftsschule Schreienesch in der letzten Ferienwoche angemeldet haben.

Es handelt sich hierbei um den zweiten Teil eines Pilotprojekts, das vom Verein „Be-FN Betreuung an Schulen in Friedrichshafen“ in diesem Jahr erstmalig angeboten wird und in seit der vergangenen Woche auch an der Grundschule Kluftern stattfindet.

Von 8.30 bis 13.15 Uhr oder sogar bis 15.30 Uhr sind zwölf Schulkinder im Alter von sechs bis etwa zehn Jahren von Montag bis Freitag also bestens betreut. „Nur“ zwölf? „Der Bedarf ist mit Sicherheit viel größer“, betont Corinna Söchtig als Ansprechpartnerin des Betreuungsvereins. „Die vergleichsweise geringe Zahl an Anmeldungen ist sicher der Tatsache geschuldet, dass dieses neue Projekt verhältnismäßig spät publiziert wurde. Ich glaube schon, dass wir im kommenden Jahr mit bedeutend mehr teilnehmenden Kindern rechnen können“, sagt sie.

Zum Hammer greifen

„Dieses zusätzliche Angebot an Ferienbetreuung muss sich erst noch herumsprechen“, ist sich die Diplom- Pädagogin sicher – auch mit Blick auf aktuelle Zahlen. „Während der Schulzeit betreuen wir an manchen Tagen bis zu 360 Kinder aus den Klassen eins bis neun ganztägig“, sagt die Leiterin der Ganztagesbetreuung an der Gemeinschaftsschule Schreienesch. „Der Jahresurlaub reicht nicht aus, um alle Schulferien abzudecken. Für uns ist das eine große Unterstützung, vor allem auch wegen der kurzen Wege“, ist Natalia Schulz für diese weitere Betreuungsmöglichkeit während der Sommerferien dankbar – und freut sich, dass ihre siebenjährige Tochter Katharina diese Woche gut aufgehoben ist.

Vielleicht mal selbst ein „Klang-Nagelbrett“ herstellen? Ein Parcours mit Nägeln, durch den Murmeln laufen und je nach Größe und Abstand der Nägel einen anderen Klang erzeugen. Und man darf unter fachkundiger Anleitung auch zum Hammer greifen. Das hört sich doch spannend an. Gudrun Härle zeigt, wie’s geht, und trifft bei den Kids auf reichlich Interesse.

„Macht Spaß“, befindet die elfjährige Leonie. „Zuhause wäre es mir bestimmt langweilig.“ Auch ihr neunjähriger Bruder Jannik ist mit von der Partie – er bearbeitet derweil mit anderen Junghandwerkern im Outdoorbereich bei Hildegard Meyer Ytong-Steine und will eine individuelle Herz-Skulptur erstellen. „Ich habe mir gestern aus großen Kartons eine Umkleidekabine gebastelt – sogar mit Eingangstüre“, erzählt der achtjährige Jamie.

„Was die Kinder machen wollen, dürfen sie selbst entscheiden“, erklärt Gudrun Härle. Also lieber draußen Fußballspielen oder sich für eine Zeit mit einem Buch in den Ruheraum zurückziehen? Vieles ist möglich. Auch in Sachen Verpflegung hört man sehr zufriedene Stimmen. „Hier gibt’s das beste Essen der Welt“, sind sich Danya, Marian, Lars, Timo und Gabriel einig.

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