Gottfried Fechtig (hintere Reihe, rechts) engagiert sich mit Walter Knoblauch für den Handballnachwuchs.
Gottfried Fechtig (hintere Reihe, rechts) engagiert sich mit Walter Knoblauch für den Handballnachwuchs. (Foto: Günter Kram)
Sportredakteur

„Wir wollen die Kinder zum Spielen bringen.“ Kurz und bündig bringen Walter Knoblauch und Gottfried Fechtig ihr Engagement für das zu Schuljahresbeginn gemeinsam aus der Taufe gehobene Projekt „Handball – was sonst?!“ auf den Punkt. Seit Herbst sind die beiden pensionierten Lehrer und weitere Helfer an fünf Häfler Grundschulen unterwegs gewesen, um ihre Erfahrungen rund um den Handballsport weiterzugeben. Als Vorbild diente ihnen das vom VfB Friedrichshafen vor Jahren aufgeschiente Projekt „Volleyball macht Schule“.

In 26 Klassen, darunter 14 der dritten und zwölf der vierten Jahrgangsstufe, hielten Knoblauch und Fechtig im November und Dezember 104 Unterrichtseinheiten ab. Pro Klasse kamen die jungen Menschen in den Genuss von zwei Doppelstunden. Insgesamt waren knapp 600 Schülerinnen und Schüler in Bewegung. Beteiligt an dem neuen Projekt haben sich die Grundschule Schreienesch, die Pestalozzi-, Albert-Merglen- und Luwig-Dürr-Schule sowie die Grundschule in Fischbach. Im Januar folgt dann noch die Grundschule Schnetzenhausen.

Vierköpfiges Projektteam

Fechtig und Knoblauch, seit vielen Jahren der Handballspielgemeinschaft (HSG) Friedrichshafen-Fischbach verbunden und dort in vielerlei Funktionen tätig, haben mit Laura Fechtig und Jannis Keller zwei Mitarbeiter an ihrer Seite, die sie unterstützen. Mit einem abgestuften Programm ging man in die Unterrichtsstunden, um den Kleinen Grundzüge im Handballsport zu vermitteln. Nach jeweils einer kurzen Aufwärmphase mit kleinen Übungen, Treffball oder Prellen mit Würfen gegen die Wand folgte eine Spielreihe Aufsetzer-Handball im Zwei-gegen-zwei-Modus auf dem Querfeld.

In einem nächsten Schritt, in der Regel in der zweiten Doppelstunde, waren Paarungen im Modus Drei-gegen-drei angesagt – pro Mannschaft mit jeweils zwei Spielern im Tor und einem sogenannten Störer im Feld. Abgerundet wurde das Ganze mit dem Aufeinandertreffen von Viererteams. Am Ende bekamen die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer Urkunden der HSG Friedrichshafen-Fischbach ausgehändigt. „Vor allem auch die Mädels kamen hier gut zum Zuge“, hat Walter Knoblauch während der absolvierten Unterrichtsstunden beobachtet.

Überhaupt fällt das erste Zwischenfazit zum bisher abgelaufenen Handballprojekt recht positiv aus: „Es ist gut angelaufen“, meinte Fechtig kurz vor den Weihnachtsferien. Im Februar oder März, nach einem Abschlussturnier aller teilnehmenden Schulen, steht für die beiden Projektleiter eine Zusammenkunft an. Dann soll „Manöverkritik“ (Knoblauch) betrieben und auch geprüft werden, ob im kommenden Schuljahr eine Neuauflage von „Handball – was sonst?!“ erfolgen kann.

„Kinder bewegen sich immer noch gerne“

Eines steht für die Projektmacher allerdings jetzt schon fest. „Die Kinder bewegen sich immer noch gerne“, so Gottfried Fechtig. Und die ersten Grundschulkinder hätten sich bei der Häfler Handballspielgemeinschaft auch schon im Training blicken lassen.

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