Sind derzeit nicht im Angriffsmodus, sondern pausieren bis zum Gastspiel am 3. Januar bei den United Volleys Rhein-Main: die Vol
Sind derzeit nicht im Angriffsmodus, sondern pausieren bis zum Gastspiel am 3. Januar bei den United Volleys Rhein-Main: die Volleyballer des VfB Friedrichshafen (von links: Diagonalangreifer Bartlomiej Boladz, Kapitän und Zuspieler Simon Tischer sowie (Foto: günter kram)
Christian Schyma

Keine nachweihnachtlichen Geschenke haben die Favoriten in der Volleyball-Bundesliga den Außenseitern in den Duellen zwischen den Jahren gemacht: So siegten die Berlin Volleys ebenso beim TV Bühl (3:0) wie die United Rhein-Main Volleys bei den Netzhoppers. Deutlich mehr Mühe hatten die Powervolleys aus Düren beim 3:2 über den TSV Herrsching. Mit 3:1 wurden die Alpenvolleys ihrer Favoritenrolle beim TV Rottenburg gerecht. Spitzenreiter VfB Friedrichshafen genoss derweil die Weihnachtspause.

Die Berlin Volleys behielten bei den Bisons in Bühl vor ausverkauftem Haus die Oberhand – und konnten sich dabei auf Topscorer Paul Carroll (19 Punkte) verlassen. BRV-Coach Luke Reynolds setzte mit dem Ex-Häfler Georg Klein in der Startformation neue Impulse. Dass die Berliner den ersten Satz sicher nach Hause brachten, lag maßgeblich an Carroll, der acht seiner zehn Angriffe verwandelte (25:22). Die Gäste konnten sich auch in Durchgang zwei auf ihre guten Aufschläge verlassen. Und Paul Carroll steuerte erneut acht Punkte zum Satzgewinn bei (25:23). Neben Klein und Carroll kristallisierte sich auch Steven Marshall als verlässliche Option (Angriffsquote 65 Prozent) für Zuspieler Pierre Pujol heraus. Hochzufrieden zeigte sich Reynolds: „Mir hat gefallen, wie konsequent wir das Spiel durchgezogen haben. Wir haben den Aufschlagdruck stetig hoch gehalten und Bühl unser Spiel aufgezwungen.“ Dem pflichtete sein Landsmann Paul Carroll bei: „Das war ein souveräner Sieg. Die Kulisse war super, wir konnten einen deutlichen Erfolg erspielen.“ Bei Bisons-Coach Ruben Wolochin hielt sich die Enttäuschung in Grenzen: „Für ein neues und sehr junges Team sind wir schnell zusammengekommen. Aber wir müssen realistisch bleiben, wir sind noch nicht so weit, Topteams wie Berlin zu kontrollieren.“

Die Alpenvolleys Haching mussten beim TV Rottenburg zunächst einen Schock überwinden: Beim Stand von 9:3 im ersten Durchgang verletzte sich Zuspieler Danilo Gelinski am Sprunggelenk und musste vom Feld getragen werden. Daniel Koncal übernahm seine Position indes nahezu gleichwertig. Mit einer 2:0-Satzführung ließen die Gäste etwas die Zügel schleifen und mussten vor 2200 Zuschauern den Anschluss hinnehmen. Der Faden schien gerissen, plötzlich machte sich Unsicherheit breit. Doch mit 25:17 entschied Haching das Match letztendlich klar für sich. „Wir haben sehr gut gespielt – mit einem kleinen Aussetzer im dritten Satz“, sagte Hachings Trainer Stefan Chrtiansky. „Daniel hat einen tollen Job als Zuspieler gemacht.“ Beim TVR kam Neuzugang Timon Schippmann erstmals in der Annahme zum Einsatz. „Wir haben schlecht reingefunden, sind aber wenigstens im dritten Satz zurückgekommen“, sagte TVR-Coach Hans Peter Müller-Angstenberger.

Vorübergehend auf Tabellenplatz zwei der Volleyball-Bundesliga haben sich die Powervolleys Düren mit dem 3:2 über den TSV Herrsching vorgeschoben. Dabei war die erste Heimniederlage für die Hausherren eigentlich schon perfekt: Der TSV führte mit 2:0-Sätzen und 19:16 im dritten Durchgang. Es war nicht immer höchste Volleyballkunst, doch spannend bis zuletzt. Beide Mannschaften verschenkten mit jeweils 24 Aufschlagfehlern fast einen ganzen Satz. Dafür überzeugte Herrsching vier Sätze lang mit spektakulären Rettungstaten, einem im Angriff starken Tom Strohbach und mit Christoph Marks, den Dürens Block nie richtig in den Griff bekam. Dürens Trainer Stefan Falter sparte nicht mit Kritik: „Wir haben ein Spiel gewonnen, obwohl wir vier Sätze lang ohne Aufschlag und ohne Block gespielt haben.“ Im dritten Satz wechselte Falter den jungen Letten Edvards Buivids ein. Mit ihm drehten die Powervolleys Satz und Spiel. „Eddy hat uns heute den Allerwertesten gerettet“, so Falter über Buivids. Nach dem Matchball für Düren feierten die Zuschauer aber auch den TSV. „Was von diesem Spiel übrig bleibt, ist die Erkenntnis, dass wir eine tolle Moral haben“, freute sich Stefan Falter. Neben Buivids war Karli Allik einer der Gewinner des Abends. Er ersetzte den grippekranken Dürener Routinier Dirk Westphal. Der 21-jährige Este übernahm in der Annahme viel Verantwortung.

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