Kein Stellenabbau bei Rolls-Royce in Friedrichshafen

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MTU Friedrichshafen wehrt sich gegen Stellenabbau
Die Auftragsbücher bei MTU Friedrichshafen sind voll. Auch ein Vertrag zur Standortsicherung bis 2020 besteht zwischen Betriebsrat und IG Metall. Trotzdem will der Mutterkonzern Rolls Royce aus England Geld sparen und Mitarbeiter abbauen. Aus Friedrichshafen kommen Gegenwehr und neue Forderungen.
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Die Gefahr eines weiteren Stellenabbaus bei Rolls-Royce Power Systems ist im Moment gebannt. Es gebe keine entsprechenden Vorgaben aus der Konzernzentrale, teilte RRPS mit.

Der Betriebsratsvorsitzende Thomas Bittelmeyer berichtete am Donnerstagvormittag bei einer Betriebsversammlung unter freiem Himmel, dass ihm der Vorstandsvorsitzende von Rolls-Royce, Warren East, am Mittwoch telefonisch zugesichert habe, dass Entscheidungen über die personelle Ausstattung der deutschen RRPS-Standorte allein der Vorstand von RRPS fälle, ohne Vorgaben aus England. Zuvor habe man klare Hinweise auf einen möglichen Abbau von 500 Stellen in Friedrichshafen gehabt.

Bittelmeyer forderte die beiden RRPS-Vorstände Andreas Schell und Marcus Wassenberg auf, bei der nächsten Betriebsversammung am 13. Nobember ein klares Bekenntnis zum Beschäftigungsstand im Unternehmen abzugeben. Zugleich verlangte er, das Personal in den Bereichen IT, Controlling und Personalwesen um 30 Prozent aufzustocken. An der Betriebsvesamlung nahmen laut Bittelmeyer über 4000 Beschäftigte teil.

In einer schriftlichen Stellungnahme teilte das Unternehmen mit, dass es „derzeit keine Forderungen nach einem weiteren, über den bereits vereinbarten Stellenabbau hinaus“ gebe. Der Standort- und Beschäftigungssicherungsvertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt, habe „weiterhin uneingeschränkte Gültigkeit bis Ende März 2020“. Die positive wirtschaftliche Situation führe dazu, „dass wir uns derzeit um den optimalen Einsatz bestehender und den notwendigen Aufbau neuer Ressourcen und Arbeitskraft kümmern. Wir arbeiten am Wachstum und der Zukunftsfähigkeit des Unternehmens“, so ein RRPS-Sprecher.

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