Karate-Dojo Fischbach stellt Turniersieger

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Jürgen Marquart vom Karate-Dojo Fischbach freut sich über den ersten Platz im Kumite 40 bis 49 J. (Oberstufe) beim JKA Senior C
Jürgen Marquart vom Karate-Dojo Fischbach freut sich über den ersten Platz im Kumite 40 bis 49 J. (Oberstufe) beim JKA Senior Cup 2018 in Calw (Foto: Verein)
Schwäbische Zeitung

Jürgen Marquart und Rainer Wilhelm vom Karate-Dojo Fischbach sind mit rund 100 weiteren Karateka aus ganz Deutschland beim JKA Senior Cup 2018 der Japan Karate Association in Calw an den Start gegangen. Gekämpft wurde laut Pressebericht in vier Altersklassen (30 bis 39, 40 bis 49, 50 bis 59 und 60 plus), jeweils unterteilt in drei Leistungsgruppen (Unter-, Mittel- und Oberstufe), in den Disziplinen Kata und Kumite. Die Kämpfe wurden nach dem K.o.-System ausgetragen. Marquart holte in seiner Altersklasse den Sieg.

In der Disziplin Kata trugen die einzelnen Athleten jeweils eine der 27 Formen (Katas) vor. Bewertet wurden neben der korrekten technischen Ausführung Aspekte wie Kraft, Schnelligkeit, Balance und Rhythmus. In der Disziplin Kumite kämpften die Athleten nach dem traditionellen „Shobu-Ippon“-Prinzip: Dabei gewinnt derjenige, der die erste „Ippon“-Technik platziert. Bei den Wertungen wird zwischen „Ippon“ (einem ganzen Punkt) und „Wazaari“ (einem halben Punkt) unterschieden. Eine Ippon Wertung wird nur bei korrekter und starker technischer Ausführung, bei guter Kontrolle der Distanz und beim Treffen (ohne Trefferwirkung) einer empfindlichen Körperstelle (etwaKinn oder Kehlkopf) vergeben.

Rainer Wilhelm konnte die erste Begegnung der Vorrunde, in der die Kata direkt vor dem Kampf ausgelost wurde, mit einer ausdrucksstarken Heian Yondan für sich entscheiden. Er musste sich dann jedoch in der zweiten Vorrundenbegegnung gegen den späteren Sieger Wolfgang Röhrich aus Wangen geschlagen geben. Da es keine Trostrunde gab, bedeutete es das vorzeitige Aus.

Jürgen Marquart beendete seinen ersten Kampf gegen Thomas Graf aus Karlsruhe bereits nach knapp einer Minute mit einem explosiven „Kizamik-Tskui“ (Prellstoß) zum Kehlkopf des Gegners. Im zweiten, deutlich zäheren Kampf gegen den Wangener Röhrich wurde der Fischbacher im Gesicht getroffen, wofür der Gegner eine Verwarnung kassierte und der Kampf kurz unterbrochen wurde. Marquart blieb trotz blutender Oberlippe nervenstark und entschied auch diesen Kampf souverän für sich. Auch im anschließenden Kampf setzte er seine Erfolgsserie fort und stand schließlich im Finale gegen Ülkü Ismail aus Bad König. Nach hartem Schlagabtausch endete das Finale auf „Hikiwake“ (Unentschieden) und ging somit in die Verlängerung. Trotz dem sehr energisch angreifenden Gegner kontrollierte Jürgen Marquart das Kampfgeschehen und setzte sich mit präzisen Techniken durch, sodass er auch diesen fünften Kampf und somit die Goldmedaille in seiner Disziplin gewann.

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