Galerist Uwe Petrowitz und die beiden Künstler Hans Aberham und Markus Mayer freuen sich über die gelungene Ausstellung im Frei
Galerist Uwe Petrowitz und die beiden Künstler Hans Aberham und Markus Mayer freuen sich über die gelungene Ausstellung im Frei (Foto: Lena Reiner)
Schwäbische Zeitung
Lena Reiner

Ohne den Publikumspreisträger Peter Lindenberg, dafür mit vielen spannenden Gesprächen und einem zufriedenen Veranstalter ist das internationale Skulpturentreffen „Grobe Technik im 21. Jahrhundert“ mit der Finissage am Freitag ausgeklungen.

Zwölf Künstler hatte Galerist Uwe Petrowitz zusammengetrommelt, um unter dem Titel „Grobe Technik im 21. Jahrhundert“ die Wiese im Paulinengarten künstlerisch zu gestalten. Grün und riesig ragt hier etwa die Kapuzinerkresse von Peter Lindenberg in die Höhe, der eigentlich Maler ist, aber ab und an auch solche Skulpturen in Überlebensgröße baut. Sie gefiel den Besuchern am besten, so das Ergebnis der Abstimmung für den Publikumspreis.

Deutlich kleiner sind die Pferdchen von Hans Aberham, die er aus Zangen und verrosteten Eisenteilen zusammengebaut hat. Und ganz schön verführerisch ist Aberhams Skulptur: Die Kinder klettern am liebsten darauf.

Wiederholung ausgeschlossen

Immer beteiligt war Petrowitz, der Inhaber der Galerie am kleinen Berg. Er übernahm auch den Transport der Skulpturen. Rückblickend kann der Galerist, der einen solchen Skulpturenpark zum ersten Mal ins Leben gerufen hat, eigentlich nur Positives sagen. „Ich war oft hier und es gab nur positives Feedback.“ Der einzige Kritikpunkt, der ihm zu Ohren gekommen sei, sei die sehr kurz gehaltene Beschriftung der Kunstwerke gewesen. Das merke er sich nun für die Zukunft. Eine Wiederholung des temporären Skulpturenaufgebots werde es dennoch nicht geben. „Ich mag mich nicht festlegen lassen“, begründet der Galerist die Entscheidung. Da aber über die jetzige dreimonatige öffentliche Ausstellung einige tolle Künstler auf ihn zugekommen seien, könne es gut sein, dass er während der Winterzeit nochmals ein paar kleinere Skulpturen auf dem umzäunten Wiesenstück vom Pavillion am See aufstellen lassen werde – allerdings zu einem anderen Thema und in einem anderen Rahmen.

Ruhepol am See

Für die Zukunft heißt es dann aber: Vielfalt und Abwechslung in und um die Galerie am kleinen Berg. „Ich mag unterschiedliche Kunst zeigen, unterschiedliche Kunstarten, verschiedene Künstler und einfach ganz unterschiedlichen Leuten Raum geben“, erklärt er. Auch habe er durch die Aktion im Paulinengarten gelernt, noch flexibler zu sein. Ursprünglich habe er vorgehabt, den Ort mit Livemusik und Veranstaltungen zu bespielen, dann habe er aber gemerkt, dass vielmehr ein Ruhepol am See fehle und so hätte dann bis auf einen Yogakurs inmitten der meterhohen Kunstwerke nichts an Events stattgefunden.

Das mit der Kunst ist so eine Sache: Mancher Besucher taten sich schwer damit, Kunstraum und Kunst im Paulinengarten voneinander zu trennen. „Ich wurde tatsächlich mehrfach gefragt, ob der Zaun zu den Skulpturen zähle“, verrät der Kunstkenner amüsiert.

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