Kandidaten antworten: Stadtbalkon ja oder nein?

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Kandidaten antworten: Stadtbalkon ja oder nein?
Kandidaten antworten: Stadtbalkon ja oder nein? (Foto: Visualisierung: Prof. Schmid Treiber Partner, Baurmann Dürr)
Digitalredakteur

Auf der Facebookseite Schwäbische Bodensee hat Stefan Fuchs am Sonntag die „Frage des Tages“ zur Gemeinderatswahl gestellt. Er wollte wissen, ob im Uferpark ein Stadtbalkon entstehen soll. Hier ein Ausschnitt der Antworten der Kandidaten.

Bis zum Montagnachmittag gingen zehn Antworten von Kandidaten der Grünen, der FDP, der Freien Wähler und der CDU ein.

Für Gaby Lamparsky, auf Listenplatz eins für die FDP, ist der Stadtbalkon entbehrlich. „Der freie Blick auf See und Säntis ist wunderschön und braucht keinen architektonischen Rahmen.“ Zudem sei bei der bisherigen Planung der Blick von Süden nach Norden nicht beachtet worden. Man solle die Parkelemente stärken und keine neuen Bauwerke errichten.

Sascha Schmidt von der FDP (Listenplatz drei) glaubt, dass es den Stadtbalkon „nicht zwangsläufig braucht und die Kosten dieses Bauelements sowie der Denkmal-Versetzung zu hoch sein könnten.“ Er favorisiert einen Zugang zum Wasser etwa über Stufenelemente mit Sitzgelegenheiten.

Markus Hering, auf Listenplatz 20 für die CDU, spricht sich für das Projekt aus. Die Aufgabenstellung sei durch den Gemeinderat verabschiedet worden. Er fände es schade, wenn nach mehreren Veranstaltungen mit Bürgerbeteiligung noch einmal eine Grundsatzdiskussion zur Frage aufkommen würde. Offen seien weiterhin Fragen nach der Gastronomie, dem Dach und einer möglichen Unterbringung der Stadtgärtnerei.

Franz Christoph Lißner von den Freien Wählern (Listenplatz 23) hält die Idee einer Aussichtsplattform mit integrierter Gastronomie für „grundsätzlich sehr unterstützenswert“. Die vorgeschlagene „massiv wirkende“ Überdachung sei allerdings nicht notwendig. Es müsse sichergestellt werden, dass ein stimmiges Gesamtkonzept für den Uferpark entstehe.

Felix Bohnacker, Listenplatz zwei für die Grünen, findet die Idee einer Aussichtsplattform „charmant“. Das setze aber voraus, dass dem Fuß- und Radverkehr bei einer Umgestaltung der Friedrichstraße „deutlich mehr Raum“ gegeben werde. Die im Entwurf gezeigte Dachkonstruktion hält Bohnacker für „zu viel des Guten und zu markant.“

Seine Parteikollegin Christine Heimpel (Listenplatz fünf) hält den Stadtbalkon für verzichtbar. Theoretisch sei das Konzept als Aufwertung des Bahnhofsplatzes zwar gut gemeint, es werfe aber „beim Blick auf die praktische Umsetzung und den alltäglichen Gebrauch“ zu viele Fragen auf.

Mehmet Uzun, Listenplatz 18 für die Grünen, glaubt, dass „ein Stadtbalkon für die Belebung der Innenstadt“ denkbar sei – aber in einer anderen Form. „Davor sollte der Busbahnhof und die Friedrichstraße umgeplant werden.“

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