Künstlerinnen sprechen im Stadtarchiv über die „Galerie der Aufrechten“

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Schwäbische Zeitung

Termine für Führungen können angefragt werden unter Telefon 07541 / 20 91 50 oder per E-Mail an

stadtarchiv@friedrichshafen.de

Noch bis 21. September ist die Ausstellung „Galerie der Aufrechten“ im Stadtarchiv Friedrichshafen zu sehen. Im Rahmen der Ausstellung lädt das Stadtarchiv zu Gesprächen mit den Künstlerinnen Kathrin Landa und Renata Jaworska ein. Beginn ist am Mittwoch, 11. Juli, um 19 Uhr im Ausstellungsraum im Erdgeschoss des Stadtarchivs. Die Veranstaltung dauert etwa bis 20.30 Uhr. Moderiert wird der Abend von Stadtarchivar Jürgen Oellers. Der eintritt ist frei.

Die Ausstellung „Galerie der Aufrechten: Bekannte und unbekannte Menschen des Widerstands gegen den Nationalsozialismus“ ist noch bis Freitag, 21. September, im Erdgeschoss und im zweiten Stock des Stadtarchivs zu sehen. Die in „Galerie der Aufrechten“ und „Galerie der Weißen Rose“ geteilte Bilderausstellung besteht laut Pressemitteilung der Stadt aus mehr als 60 Porträts von Menschen des Widerstands gegen die NS-Gewaltherrschaft und von Opfern des NS-Regimes. Mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler haben sich in ihren Werken den Menschen des Widerstands genähert, um Empathie zu wecken und die biografische Vielschichtigkeit der unangepassten Widerständigen darzustellen. Die Biografien stehen etwa zur Hälfte durch Herkunft oder Tätigkeit in Bezug zum deutschen Südwesten, zur anderen Hälfte stammen sie aus dem gesamten damaligen Reichsgebiet und sogar aus dem Ausland. Kurzbiografien begleiten dabei die zeitgenössischen Gemälde zu Attentätern, Christen und Juden, Studenten der „Weißen Rose“, Lebensrettern, Geistesgrößen, Pädagogen, Politikern, Militärs, Arbeitern und Gewerkschaftern.

Die beiden Künstlerinnen Renata Jaworska und Kathrin Landa haben sich mit der Thematik „Widerstand“ in beispielhafter Weise gestalterisch auseinandergesetzt. Kathrin Landa, ist 1980 geboren, Meisterschülerin von Professsorin Annette Schröter an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, lebt und arbeitet in Berlin. Für dieses Semester bekam sie den Lehrauftrag „Malerei und Grafik“ an der Pädagogischen Hochschule in Weingarten zuerteilt.

Renata Jaworska ist 1979 in Zwolen (Polen) geboren. Sie ist Absolventin der Staatlichen Kunstakademie Düsseldorf und war Meisterschülerin von Professor Jörg Immendorff. Ihre Werke werden international ausgestellt, aktuell im Kunstmuseum Pablo Picasso in Münster und befinden sich in zahlreichen Sammlungen. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf und am Bodensee.

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