Jungjäger sichern Rohrbach naturnah
Jungjäger sichern Rohrbach naturnah (Foto: Stadt Friedrichshafen)
Schwäbische Zeitung

Im Rahmen ihrer Ausbildung haben die Jungjäger der Jägervereinigung Tettnang gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung das Ufer des Rohrbaches in Friedrichshafen mit Weidenstecklingen bepflanzt, um angrenzende Obstplantagen vor weiteren Bachausbrüchen zu schützen.

Für die praktische Ausbildung ihrer Jungjäger haben Friedrich-Karl Hutt und Ausbilder Bernhard Wochner der Jägervereinigung Tettnang gemeinsam mit der Stadt Friedrichshafen das Ufer des Rohrbachs südlich von Ittenhausen mit Weiden-Faschinen stabilisiert. Faschinen sind Bündel aus Zweigen und dickeren Ästen, meistens von der Weide. Diese Bündel werden am Ufer mit Pflöcken befestigt, die ihrerseits aus Weidenästen gewonnen werden. Die Weiden schlagen in den nächsten Monaten am Ufer neu aus und sichern damit auf natürliche Weise die Uferböschung des Rohrbachs.

Diese Art der Verwendung lebender Pflanzen zählt zu den so genannten ingenieurbiologischen Bauweisen. Neben zahlreichen Jungjägern waren von der Stadt Friedrichshafen die zuständigen Mitarbeiter für die Gewässerunterhaltung des Stadtbauamtes und der städtischen Baubetriebe vor Ort.

In der Jägerschaft ist der Naturschutz traditionell verankert, weshalb Jägervereinigungen auch anerkannte Naturschutzverbände sind. So gehören praktische Maßnahmen im Bereich Natur- und Artenschutz, wie die Anlage und Pflege von Biotopen, zu regelmäßigen Aktivitäten der Jagdverbände und zur Ausbildung der Jungjäger.

Im vergangenen Jahr hat die Jägervereinigung Tettnang auf diese Weise eine Obstbaumreihe entlang des neuen Geh- und Radwegs zwischen Rotach und dem Neubaugebiet Wiggenhausen auf der Höhe des Meistershofener Holzes gepflanzt und ein großes Insektenhotel errichtet. Am Wegrand informiert eine bunt illustrierte Tafel über Sinn und Zweck dieser Maßnahme.

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