Johannes Brugger ist der Spitzenkandidat für den Gemeinderat

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"Die CDU ist wieder da", freute sich der neue Vorsitzende Norbert Fröhlich über 93 Stimmberechtigte und insgesamt 100 Teilnehmer einschließlich der Kandidaten, die nicht unbedingt Parteimitglieder sein müssen, um auf der CDU-Liste gewählt werden zu können. Nach einer Gedenkminute für die Opfer von Winnenden ("das ist mehr als unvorstellbar") dankte Fröhlich den 60 Bewerbern im Ludwig-Dürr-Saal dafür, bereit zu sein, ihre Freizeit für das Ehrenamt zu opfern. Dabei zeigte er sich zuversichtlich, die zwei zuletzt verlorenen Ratssitze wieder aufholen zu können. In seiner Vorstellung sagte Johannes Brugger, er habe sich "unheimlich gefreut", als der amtierende OB mitgeteilt habe, nicht mehr zu kandidieren. "Jetzt haben wir wieder Aussicht auf einen Fachmann als OB".

Unter der Sitzungsleitung von Peter Knauer sprang Norbert Fröhlich auf den zweiten Listenplatz, vor Ursula Klink-Eberhard, Miriam Hornung (der Tochter des früheren Bürgermeisters), Daniel Oberschelp, Wolfgang Jägle (Kluftern), Franz Bernhard (Ettenkirch), Magda Krom, Jochen Benz, Felix Wälder, Sabine Seckinger-Schuler und Bernhard Hager (Ailingen). Die weiteren Kandidaten in der Reihenfolge ihres Ergebnisses: David Bercher, Martin Bauer, Bruno Kramer (Ailingen), Bernhard Fuchs (Ailingen), Eduard Hager, Gerda Marseglia, Anita Wenger, Diana Fuhrmann, Dr. Sieghard Freising, Michael Weber, Oemer Alemdaroglu, Harald Wilhelm, Dr. Achim Brotzer, Mike Fodor, Josef Schölgl, Beate Konieczny, Sandro Musso, Ulrich Messerschmid, Martin Groll, Jürgen Schäfer, Ralf Schwaderer, Mario Kaller, Helmut Lorinser (Ailingen), Willi Pfeffer, Andreas Link, Bernd Hofmann, Mathias Döbert, Toni Stocker und Rolf Janischek.

Nach dem Wegfall der unechten Teilortswahl gab es Montagabend im Ludwig-Dürr-Saal des GZH keine Probleme wegen der Platzierungen der Stadtteile. Ailingen brachte (mit Miriam Hornung und Bernhard Hager) ihre zwei Sitze ebenso durch wie Kluftern und Ettenkirch deren einen (Wolfgang Jägle beziehungsweise Franz Bernhard). Unter den ersten 12 Bewerbern auf der Liste befinden sich sechs Kandidaten aus der Kernstadt. Den der Jungen Union zugesprochenen Sitz erhielt nach einer bemerkenswerten Vorstellung Felix Wälder (Listenplatz 10). Derzeit besteht die CDU-Fraktion im Großen Ratssaal aus 14 Stadträten. Vorsitzender Norbert Fröhlich gab sich zuversichtlich, aufgrund des kompetenten Angebots an Bewerbern sowie der ausgewogenen Mischung von Jung und Alt sowie Frauen und Männern zwei Sitze mehr (auf dann 16) schaffen zu können und damit wieder soviele wie vor der jetzigen Wahlperiode zu gewinnen.

Überraschung beim Kreistag

Eine kleine Überraschung gab es bei der Wahl der Gesetzten auf der Kreistagsliste. Nicht der jetzige Fraktionschef Dieter Hornung (74), sondern der ehemalige OB Dr. Bernd Wiedmann (76) erhielt die meisten Stimmen. Hinter Wiedmann kam Dr. Willi Beiter aus Berg mit 75 Stimmen auf Platz 2 vor Hornung und dem mit ihm gleichauf liegenden stellvertretenden Stadtverbandsvorsitzenden Michael Fischer aus Ailingen, für den ebenfalls 74 Stimmberechtigte votierten. Ihnen folgen Daniel Oberschelp, (67), Sabine Schuler-Seckinger und Manuel Plösser (jeweils 65), Eduard Hager (58) und Magda Krom mit 55 Stimmen. Auf den weiteren Plätzen: Ursula Klink-Eberhard, Dr. Andreas Zehle, Daniel Wicker, Bernhard Fuchs, Dr. Detlef Jäger, Wolfgang Jägle, Andreas Bemerl, Rolf Schilpp!, Anita Wenger, David Bercher, Josef Schlögl, Uwe Beyer, Ulrich Messereschmid, Willi Pfeffer und Jürgen Schäfer. Ersatzbewerber ist Martin Groll. Von den 16 Sitzen der CDU im Kreistag belegt Friedrichshafen momentan sieben.

Während für die CDU im Gemeinderat nach den Worten von Norbert Fröhlich die B 31 neu und das Materialwirtschaftszentrum in Kluftern Priorität haben, stehen für Fraktionsführer Dieter Hornung im Kreistag die Themen Straßenbau, Finanzhaushalt und Finanzpolitik aufgrund der sich verschlechternden öffentlichen Haushalte obenan. Im sozialen Bereich sieht er den Kreis vor neuen Herausforderungen.

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