Intersky droht offenbar der Entzug der Lizenz

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Im schlimmsten Fall muss die Airline Intersky mit ihren Fliegern am Boden des Friedrichshafener Flughafens bleiben.
Im schlimmsten Fall muss die Airline Intersky mit ihren Fliegern am Boden des Friedrichshafener Flughafens bleiben. (Foto: sig)
Schwäbische Zeitung
stellv. Regionalleiterin

Eigentlich stecken die Intersky-Gesellschafter mitten in den Verkaufsverhandlungen. Wie Geschäftsführerin Renate Moser vergangene Woche sagte, soll die Fluglinie noch 2015 für fünf Millionen Euro den Besitzer wechseln. Da kommen schlechte Nachrichten höchst ungelegen. Wenn allerdings stimmt, was „Vorarlberg Online“ schreibt, könnten die Nachrichten kaum schlechter sein, denn dann droht Intersky ein Lizenzentzug.

Als Grund nennt das Internet-Nachrichtenportal einen „akuten Finanzbedarf“ und beruft sich auf die Wirtschaftspresseagentur (WPA), der zufolge das Verkehrsministerium mit dem sofortigen Entzug der Betriebsgenehmigung drohe, wenn nicht bis 3. November die finanzielle Leistungsfähigkeit nachgewiesen werden könne. Ohne Lizenz müssten die Flugzeuge der Airline mit Sitz in Bregenz und Heimatflughafen am Bodensee-Airport in Friedrichshafen am Boden bleiben.

Was an der Meldung dran ist, dazu war am Mittwoch vom Verkehrsministerium in Wien keine Stellungnahme zu bekommen. Roger Hohl, ebenfalls Geschäftsführer der österreichischen Regionalfluglinie, bestätigte auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung zumindest schriftlich, dass Österreichs oberste Zivilluftfahrtbehörde unlängst tatsächlich in Bregenz war. Themen seien die finanzielle Leistungsfähigkeit und der mögliche Verkauf gewesen. Roger Hohl: „Es ist richtig, dass Intersky im Rahmen des Besuches aufgefordert wurde, den finanziellen Nachweis für die Aufrechterhaltung eines AOC (Betriebslizenz) bis 3. November 2015 zu erbringen.“

Die Nachfrage, ob das Unternehmen dazu in der Lage ist, blieb jedoch unbeantwortet. Wenn es nach „Vorarlberg Online“ geht, ist es nicht einmal mit dem Verkauf der Airline getan. Denn wie es in dem Portal heißt, sei der unmittelbare Finanzierungsbedarf für eine Fortführung mit mehr als fünf Millionen beziffert. Nicht berücksichtigt seien dabei die Altlasten des Unternehmens, die ein neuer Eigentümer stemmen müsste, sofern diese nicht von den bisherigen Gesellschaftern übernommen würden.

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