Internationale Newcomer und bekannte Marken zeigen sich auf Eurobike

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Kalte Füße? Nie wieder, zumindest, wenn man den beheizbaren Radfahrer-Überschuh von Racer überzieht. Der Hersteller präsentiert
Kalte Füße? Nie wieder, zumindest, wenn man den beheizbaren Radfahrer-Überschuh von Racer überzieht. Der Hersteller präsentiert sein Equipment in Halle B1. (Foto: messe friedrichshafen)
Schwäbische Zeitung

Die Eurobike in Friedrichshafen präsentiert vom 4. bis 7. September Neuheiten für die kommende Radsaison. Mehr als 1400 Aussteller werden laut Messe Friedrichshafen erwartet. Rund 150 Neuaussteller seien ein Zeugnis der gegenwärtigen Aufbruchstimmung im Fahrrad- und Mobilitätsmarkt, wie die Messe schreibt.

Öffentlicher Tag fürs Fachpublikum am 7. September

Nicht nur das Fachpublikum kann sich informieren. Nachdem der Publikumstag im vergangenen Jahr ausfiel, lädt die Messe interessierte Radler zum „Festival Day“ am 7. September ein.

Der Fahrradmarkt steckt laut Pressemitteilung im wahrscheinlich größten Umbruch seit der Erfindung der Gummi-Bereifung. In den wichtigsten europäischen Fahrradmärkten wie Deutschland, die Niederlande, Österreich und die Schweiz feiere der E-Bike-Boom einen ungebremsten Höhenflug. Gleichzeitig gewinne das Fahrrad mit elektrischer Motorunterstützung auch in neuen Märkten wie Frankreich, Italien, Skandinavien und Großbritannien zunehmend an Fahrt. Damit einher gehe eine deutliche Zunahme neuer Angebotsformen wie Bike-Sharing und Fahrradleasing.

E-Mobilität, Digitalisierung, System-Integration

„Die derzeitigen Veränderungen im Fahrradmarkt spiegeln sich auf der Eurobike wider. E-Mobilität, Digitalisierung, System-Integration, aber auch Produktionsverlagerung sind dominierende Themen im globalen Bike-Business. Neue Player aus aller Welt bereichern die Fahrradbranche mit Produkt-Innovationen, Problemlösungen und alternativen Herangehensweisen an zukünftige Mobilitäts-Anforderungen“, sagt Stefan Reisinger, Bereichsleiter bei der Messe Friedrichshafen.

Einer der Branchenvorreiter bei den Themen Leasing und Sharing ist die Händlergenossenschaft ZEG (Stand B1-200), die in Friedrichshafen in diesem Jahr nicht nur erstmals alle Fahrradmarken präsentiert, sondern auch das neue Konzept „Sharea“. Die im Namen steckenden Begriffe „Share“ und „Area“ beschreiben ein Konzept, mit dem die Betreiber größerer Wohnanlagen ihren Mietern künftig ein in den Wohnraum integriertes E-Mobilitätsangebot anbieten können.

E-Scooter als immer größeres Thema

Auch E-Scooter finden auf der Eurobike zunehmend Raum. Ein Pionier in diesem Segment ist der Hamburger Unternehmer Florian Walberg, der sich mit seiner 2011 gegründeten Firma Walberg Urban Electrics (Stand A1-303) auf die Fahnen geschrieben hat, die urbane Elektromobilität mit deutschem Qualitäts-Engineering zu bedienen. Erstmals wird er seine Ergebnisse auf der Eurobike präsentieren.

Das sind einige der Aussteller:

Das Thema Alltagsmobilität mit dem Fahrrad adressiert die Wintersteiger AG (Stand B4-314) bei ihrer Eurobike-Premiere. Der Maschinenbauer aus Oberösterreich zeigt auf der Eurobike unter anderem Waschanlagen für Fahrräder und Kondensationstrocknungsschränke.

Seine Messepremiere am Bodensee feiert auch der junge Fahrradhersteller Pexco (Stand B2-400). Hinter dem Newcomer aus Schweinfurt stehen mit den Unternehmerfamilien Puello und Pierer sowie der schwedischen Traditionsmarke Husqvarna durchaus bekannte Namen.

Einen in Branchenkreisen bekannten Namen besitzt auch Anthony Sinyard, der sich in Friedrichshafen mit seinem 2013 gegründeten Accessoires-Anbieter Supacaz (Stand B3-401) erstmals auf europäischem Messeparkett präsentieren wird. Der Jungunternehmer aus Kalifornien hat ein Talent für außergewöhnliche Designs etwa bei Lenkerbändern, Griffen und Bikewear – was nicht überrascht, wenn der Vater Mike Sinyard heißt und Gründer und Inhaber von Specialized ist.

Eine Erbanlage für außergewöhnliche E-Bikes besitzt ebenfalls der kroatische Eurobike-Newcomer Greyp (Stand A1-502): Gründer und Frontmann des Unternehmens ist Mate Rimac, Namensgeber und Inhaber der nach ihm benannten E-Sportwagenschmiede.

Zwar kein völliger Newcomer, aber ein laut Häfler Messe ein sehr willkommener Rückkehrer ist der zur Cycleurope-Gruppe gehörende italienische Fahrradhersteller Bianchi, der erstmals wieder einen Messestand in Halle B2 (Stand 500) hat.

Es wird internationaler: Nur rund ein Drittel der Newcomer unter den Ausstellern reist aus Deutschland an. Die größte Gruppe unter den ausländischen Unternehmen, die erstmals auf der Eurobike ausstellen, sind Aussteller aus Frankreich mit sieben Prozent, gefolgt von den USA (sechs Prozent), China (fünf Prozent) und den Niederlanden (vier Prozent).

Als globale Leitmesse richtet sich die Eurobike 2019 an den drei Werktagen, 4. bis 6. September, an das Fachpublikum und mit dem Eurobike Festival Day am Samstag, den 7. September 2019, an alle Bikefans.

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