Beim 2. Migrationsforum tauschen sich die Beteiligten über die sieben festgelegten Handlungsfelder aus. Eines davon: Antidiskrim
Beim 2. Migrationsforum tauschen sich die Beteiligten über die sieben festgelegten Handlungsfelder aus. Eines davon: Antidiskriminierung und Extremismusprävention. (Foto: nadine sapotnik)

Beim zweiten Migrationsforum am Dienstag im Landratsamt hielten die Teilnehmer ihren entwickelten Integrationsplan zum ersten Mal in den Händen. Bei dem Treffen priorisierten sie ihre Ziele für eine erfoglreiche Integration. „Unser Ziel ist es, so ein Feedback zu unseren Schwerpunkten zu bekommen“, sagte Yalcin Bayraktar, Leiter des Amts für Migration und Integration im Landkreis.

Sieben Handlungsfelder haben die Teilnehmer, des Forums, die aus Verteteren der Gemeinden im Landkreis und Hilfkreisen bestehen, aufgestellt. Sie sollen zu einer erfolgreichen Integration beitragen: Sprache, Bildung, Arbeitsmarkt, Antidiskriminierung/Extremismuspräsvention, Gesundheit, Sport/Freizeit/Kultur und interkulturelle Öffnung. An Stellewänden konnten sich die Teilnehmer noch einmal über die unterschiedlichen Ziele der einzelnen Handlunsgfelder informieren. So gibt es in dem Feld „Sport und Freizeit“ die vier Ziele: 1. Vereine zu öffnen, 2. ausreichende Kapazität in den Vereinen zu schaffen, 3. Zuwanderer als langfristige Mitglieder zu gewinnen und 4. Zuwanderer für die gesundheitlichen Aspekte zu sensibilsieren. Die Ziele der einzelenen Handlungsfelder haben alle Teilnehmer nach ihrer Einschätzung eingeordnet. „Wir werden die Ergebnisse an die jeweiligen Integrationsbeauftragten weitergeben“, sagt Bayraktar. Aber natürlich sei die Situation in jeder Gemeinde eine andere, solle jeder Integrationsbeauftragte für sich selbst entscheiden. Die Ergebnisse der Priorisierung werden in wenigen Tagen feststehen.

Landrat Lothar Wölfle nahm das Migrationsforum zum Anlasse, um noch einmal auf die vergangenen drei Jahre zurückzublicken, in denen die Flüchtlinge ein gro0es Thema im Bodenseekreis waren und es auch immer noch sind. Allerdings habe sich der Themen Schwerpunkt verändert. „Deshalb hat sich auch der Titel unseres Treffens von Asylkonferenz zu Migrationsforum geändert“, sagte er. Es gehe mittlerweile um mehr als nur die Unterbringung – um Integration.

An dieser Stelle soll nun der über drei Jahre entwickelte Integrationsplan eingesetzt werden.

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