Martin Hahn (Mitte) und Stephanie Glatthaar (rechts) werden von Diana Laimer (links) über das Konzept des Coworking-Space infor
Martin Hahn (Mitte) und Stephanie Glatthaar (rechts) werden von Diana Laimer (links) über das Konzept des Coworking-Space informiert. (Foto: VG)
Vivien Götz

Autos, Fahrräder und jetzt auch Büroflächen: Der Trend geht zum Teilen und kommt seit ein paar Jahren auch zunehmend in der Arbeitswelt an. „Coworking-Space“ nennt sich das Konzept, bei dem sich Selbstständige, Gründer und Freelancer Büroflächen und Infrastruktur teilen. Seit 2017 gibt es so ein Angebot auch in Friedrichshafen in der „See.Stadt“direkt neben dem Bahnhof. Der Landtagsabgeordnete Martin Hahn hat sich in seiner Sommertour über den Coworking-Space informiert.

Elf Einzelbüros und sechs Arbeitsplätze in einem Open-Space-Bereich können je nach Bedarf angemietet werden. In Friedrichshafen werden die Büros hauptsächlich von Unternehmen genutzt, die für ihre Regionalvertretung wenig Personal benötigen und keine eigenen Büroflächen anmieten wollen. Stehen mal größere Events an, ist das auch kein Problem. Es gibt einen Besprechungsraum und einen Lounge-Bereich, der über einen Online-Kalender reserviert werden kann.

„Uns geht es vor allem darum, dass man sich hier integriert und nicht nur die Tür hinter sich zu macht“, erklärt Diana Laimer das Konzept. Sie betreut für die Betreiberfirma Prisma den Coworking-Space in Friedrichshafen. Die Küche im Lounge-Bereich ist das Herzstück der Räume. In den Einzelbüros stehen ganz bewusst keine Kühlschränke oder Kaffeemaschinen, damit es einen Ort gibt, an dem alle automatisch miteinander in Berührung kommen. Die Türen zu den einzelnen Büros stehen teilweise offen und wenn Meetings im Lounge-Bereich stattfinden, gibt es keine Schalldämpfung. Bei so viel unvermeidlicher Nähe werde das Geschäftsgeheimnis natürlich großgeschrieben, sagt Diana Laimer. „Hier verlassen sich alle gegenseitig darauf, dass das, was im Open-Space gesagt wird, nicht nach außen dringt“, sagt sie.

Geben und nehmen

Die Arbeitsplätze im Open-Space Bereich sind am flexibelsten, sie können tageweise gebucht werden. Geben und nehmen ist der Kern der Coworking-Idee. Toleranz und Rücksichtnahme bei der Nutzung der Räume ist wichtig. Prisma hält sich aus den organisatorischen Prozessen weitgehend heraus. „Die Community muss von den Mietern selbst gestaltet werden“, betont Diana Laimer. Für die Mieter in der „See.Stadt“ ist der Austausch ein entscheidender Pluspunkt, sie haben sich alle ganz bewusst für den Coworking-Space entschieden.

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