In Klufterns Grillhütte bleib’s künftig kalt

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 Die Klufterner Grillhütte wird zur einfachen Waldhütte zurückgebaut.
Die Klufterner Grillhütte wird zur einfachen Waldhütte zurückgebaut. (Foto: Lydia Schäfer)
Lydia Schäfer

Die Grillhütte im Klufterner Wald soll eine einfache Waldhütte werden. Diese Entscheidung hat der Ortschaftsrat jetzt getroffen. Im Vorfeld schwankten die Gespräche zwischen Wiederaufbau und Abriss der Freizeithütte.

Dreimal hat sie schon gebrannt, die Grillhütte die im Jahr 2007 als Freizeitplatz für die Klufterner Bürger und Ausflügler gedacht war. Entstanden ist sie in ehrenamtlicher Arbeit. Durch die starken Beschädigungen des letzten Brands, musste die Hütte im März 2018 gesperrt werden.

„Das ist die letzte Chance für die Hütte“, erklärte Ortsvorsteher Michael Nachbaur im Verlauf der Sitzung. Der Treffpunkt im Wald hat sich über die Jahre zum beliebten Aufenthaltsort randalierender Gruppen gemausert. Für die Anwohner im Umfeld wurde die Hütte damit zur Belastung. Lärm und Vandalismus machte vor allem nach den Wochenenden einen vermehrten Einsatz der Bauhofmitarbeiter notwendig.

Es folgten Gespräche mit dem Forstamt, dem Stadtbrandmeister und dem Amt für Bürgerservice, die die Verwaltung schlussendlich dazu veranlassten, die Hütte zu sperren. Der bisherige Betrieb habe gezeigt, dass das offene Konzept keinen Sinn mache. Der Ortschaftsrat beschloss im November 2018 Informationen darüber einzuholen, was eine Einzäunung mit abschließbaren Tor, die Verlegung der Grillstelle in den Außenbereich oder ein Rückbau voraussichtlich kosten würde.

Rund 50 000 Euro müsste Kluftern in die Hand nehmen, um die Hütte zu reparieren, sie abschließbar zu machen und sie einzuzäunen. Enorme Kosten die 3500 Euro gegenüberstehen, sollte die Hütte teilweise zurückgebaut und instandgesetzt werden. Zudem soll die offene Grillstelle entfernt werden. Hinzu kämen Kosten für den städtischen Baubetrieb für den Abbau der Grillstelle und das Aufräumen des Platzes.

Der Ortschaftsrat entschied sich für die zweite Variante. Das Vordach der Grillhütte und der Grill werden entfernt und die Hütte repariert. Sie soll weiterhin frei zugänglich sein. Allerdings ist das Grillen künftig verboten. Zudem soll eine ehrenamtliche Unterstützung beim Betrieb der Hütte initiiert werden. Die Ortschaftsratsmitglieder Beatrix Popp und Ekkehard Reich erklärten sich bereit, nach der Hütte zu schauen.

Sigrid Merz regte an, nach Wiederherstellung eine kleine Einweihungsfeier zu machen. Außerdem solle der Name geändert werden, da die Bezeichnung Grillhütte keinen Sinn mehr mache. Der abgebaute Grill soll einem Verein oder anderen Interessenten überlassen werden. Ein Jahr gibt Nachbaur dem Betrieb der Hütte nun, in der ein kritischer Blick auf das Ganze geworfen werden soll: „Wenn die Hütte montags wieder vermüllt ist oder mal wieder brennt, dann warte ich kein Jahr, bis sie wieder auf die Tagesordnung kommt.“

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