Viele Kinder verbringen Zeit im Freien – sei es im Freigelände der Kita oder auf dem Spielplatz. Denn derzeit können durch die
Viele Kinder verbringen Zeit im Freien – sei es im Freigelände der Kita oder auf dem Spielplatz. Denn derzeit können durch die Coronaverordnung noch nicht wieder alle Kinder in ihren Einrichtungen betreut werden. (Foto: Symbol: dpa/Arne Dedert)
Die komplexen Anforderungen an die Träger

Stellvertretend für alle Kita-Träger gibt Ulrike Weiß von der katholischen Gesamtkirchengemeinde Einblicke, wie schwierig die Organisation des Kindergartenalltags derzeit ist: „Wir führen 17 Kindergärten die sich von Kindergarten zu Kindergarten in den Betreuungssettings unterscheiden. Dabei sollen wir

- konstante Gruppen bilden – das beschränkt den Personaleinsatz, weil zum Beispiel das Zusammenfassen von wenigen Kindern am Nachmittag nicht zulässig ist

 - Kindern in der Notbetreuung ungekürzte Betreuungszeiten anbieten

 - Personal aus Risikogruppen nicht einsetzen – uns fehlen dadurch derzeit zwischen 30 und 40 Vollzeitkräfte

 - derzeit immer nur die Hälfte der Kinder gleichzeitig in der Einrichtung haben

 - und ein personalaufwändiges Hygienekonzept umsetzen.“ 

Diese Liste könne noch weiter fortgeführt werden, so Weiß. „Die Personalsituation in allen Kindergärten ist knapp. Man kann kein Personal abziehen. Die Leiterinnen rechnen sich die Finger wund, wie sie den Personaleinsatz optimal gestalten können.“ (...) „Wir haben sehr großes Verständnis für die Anliegen der Eltern. Viele gehen auf dem Zahnfleisch. Es ist nicht leistbar, während der Kontaktsperre einem Beruf nachzugehen, Unterricht zu geben und gleichzeitig ein Kindergartenkind zu betreuen. Familiäre Probleme brechen auf, Elternteile ziehen sich komplett aus der Betreuung zurück, Kinder mit Förderbedarf fallen wieder in ihr altes Verhalten zurück. Das alles wird an uns herangetragen. Unser Bedauern ist groß, dass wir nicht mehr unterstützen können.“ (...) „Anspruch auf Ferienbetreuung haben übrigens nur Kinder, die in der Notbetreuung sind. Das ist die Gruppe von Eltern, die bislang sowieso nicht betroffen war. Ich persönlich bin der Auffassung, dass mit der weiteren Rücknahme der Beschränkungen die Notbetreuung in gleichem Maß zurückgefahren werden sollte. (...) Die Lasten wären gleichmäßiger verteilt und keiner hätte einen Vorzug.“

Seit zwei Wochen dürfen die Kleinsten endlich wieder die Kita besuchen. Doch die anfängliche Euphorie ist schnell verflogen.

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Die komplexen Anforderungen an die Träger

Stellvertretend für alle Kita-Träger gibt Ulrike Weiß von der katholischen Gesamtkirchengemeinde Einblicke, wie schwierig die Organisation des Kindergartenalltags derzeit ist: „Wir führen 17 Kindergärten die sich von Kindergarten zu Kindergarten in den Betreuungssettings unterscheiden. Dabei sollen wir

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