„Im Schatten kann man’s prima aushalten“

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Brigitte Geiselhart

Klar, dass sich alle Beteiligten gutes Wetter und viel Sonnenschein fürs Interkulturelle Stadtfest am Wochenende gewünscht haben. Aber musste es so brütend heiß sein? Alles kein Problem, so die Meinung vieler Festbesucher, die schon am frühen Samstagnachmittag beste Laune mitgebracht hatten und für gut besuchte Tischreihen sorgten. „Im Schatten unterm Baum am See lässt sich’s prima aushalten. Da bleibt man auch gerne länger“, sagt zum Beispiel die Häflerin Sabine Zirlewagen, die zusammen mit ihrem Mann Christian und dem befreundeten Ehepaar Irene und Leonardo De Stefano gekommen ist. Dass man mit den Ravensburgern Karin und Günter Brote eine prima Tischgemeinschaft gefunden hat – umso besser. Auch kulinarisch bleiben für die drei Paare keine Wünsche offen. Die einen laben sich an asiatischem Essen, die anderen greifen zu kroatischen Cevapcici, zu italienischen oder türkischen Leckerbissen.

„Ich bin wirklich erstaunt, dass bereits um 13 Uhr so viele Besucher zu uns gefunden haben“, sagt auch Gesamtkoordinatorin Elsa Cortijo de Waibel vom städtischen Amt für Bildung, Familie und Sport. „Bisher ist alles gut gelaufen. Ich freue mich natürlich auch besonders auf eine tolle Stimmung am Abend“, sagt sie.

Kulinarische Vielfalt

Aus München, aus dem Allgäu, vom benachbarten Ausland – natürlich auch aus Friedrichshafen und Umgebung kommen die Frauen des Thailändischen Kulturzentrums in Langenargen, die es sich mit Decken auf einer schattigen Wiese im Uferpark gemütlich gemacht haben. „Wir sind mit einem eigenen Stand vertreten und bieten thailändische Spezialitäten an. Wir sind aber auch mit einer Tanzgruppe mit dabei“, sagt Urai Valk. „Wir helfen alle zusammen und genießen die wunderschöne Atmosphäre auf dem Interkulturellen Stadtfest.“

Heiß her geht es inzwischen auch auf den beiden Bühnen an der Musikmuschel und am Gondelhafen. Hier ist vieles geboten – vom anmutigen chinesischen Trommeltanz, über russische Folklore bis zu fetzigen Zumba-Rhythmen, bei denen allein schon beim Zuschauen der Schweiß aus allen Poren quillt. „Die kulturellen Vorführungen sind wirklich klasse“, sagt ein Paar aus Bad Tölz, das zusammen mit seinem vierjährigen Sohn den Urlaub am Bodensee genießt.

Auch Trudi Frei und ihr Partner, die aus Zürich kommen und ihre Ferien in Immenstaad verbringen, sind begeistert. „Wir haben ein Schattenplätzle auf einer Bank gefunden. Wenn man sieht, dass hier so unterschiedliches Essen aus allen möglichen Ländern angeboten wird, dann fühlt man sich direkt in den Urlaub zurückversetzt“, sagt Trudi Frei und lässt sich mesopotamische Crêpes schmecken.

Beste Stimmung herrscht auch am Stand von Alegria Brasileira, an dem alles Hand in Hand geht. „Wenn das Essen unseren Gästen schmeckt, dann ist das für uns das beste Kompliment“, sagt Nina Schappo-Stenzel lachend.

„Das Interkulturelle Stadtfest ist super“, finden Miriam Macate, Pablo Uria und Leticia Busto am Stand des Spanischen Vereins Bodensee. „Wir können uns zwei Tage lang präsentieren und dürfen ganz nebenbei auch andere Kulturen kennenlernen.“

Mittlerweile ist es Abend geworden und die Reihen haben sich noch mehr gefüllt. Die Ragnatela Folk Band aus der europäischen Kulturhauptstadt Matera lässt es richtig krachen. „Alles im grünen Bereich“, so die Auskunft aus dem DRK-Zelt. „Die Leute haben sich offenbar sehr vernünftig verhalten.“

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