Oberbürgermeister Andreas Brand spricht in Fischbach unter anderem über die Zeppelin-Stiftung und die Fertigstellung der B 31. M
Oberbürgermeister Andreas Brand spricht in Fischbach unter anderem über die Zeppelin-Stiftung und die Fertigstellung der B 31. Mit den Worten „Auf a guads Essen kannsch warten“, kommentiert er die vorzeitige Freigabe der Straße. (Foto: Kirsten Lichtinger)
Kirsten Lichtinger

„Im Häfler Westend lebt es sich gut“, stellte Oberbürgermeister Andreas Brand (OB) gleich zu Beginn in seinem Grußwort beim Fischbacher Neujahrsempfang fest. Vieles werde verwirklicht, nicht nur mit Geld, sondern auch mit viel Engagement seitens der Mitglieder der Fischbacher Runde, der Stadträte, der Kirchengemeinderäte, aber auch der vielen Vereinsmitglieder.

Brand freue sich auf die bevorstehende Fertigstellung der neuen B 31. Mit Blick auf die Frage, ob ein Teilstück der Straße bereits vorzeitig freigegeben werden könne, verdeutlichte er in reinstem Schwäbisch: „Auf a guads Essen kannsch warten.“ Freie Fahrt solle später die Seelinie der Busse haben. Ein 15-Minuten-Takt werde angestrebt, das wären städtische Verhältnisse.

Ein Dorn im Auge sind ihm die Zustände bei der Bodenseegürtelbahn. „Wichtig sind schnelle Qualitätsverbesserungen“, sagte Brand. „Pünktlichkeit und Komfort sind nicht so wie der Fahrgast es erwarten darf“, bedauerte er. Außerdem könne er sich den Einsatz der neuen umweltfreundlichen Hybridtechnologie der Rolls Royce Power Systems im hiesigen Zugverkehr gut vorstellen, dem Land Baden-Württemberg werde hier eine Partnerschaft angeboten.

Mit Blick auf die städtischen Finanzen erklärte der Oberbürgermeister: „Diese müssen an die Wirklichkeit angepasst werden.“ 2018 sei ein exzellentes Jahr gewesen, „das beste in zehn Jahren“. Nach seiner persönlichen Einschätzung gebe es die nächsten Jahre eine Stagnation oder einen leichten Rückgang bei den Einnahmen. Er verwies auf die Herausforderungen für die Unternehmen. „Wenn wir uns für zwei bis drei Jahre auf Schonkost einstellen, haben wir immer noch ein üppiges Menü im städtischen Haushalt und im Stiftungshaushalt“, fasste er zusammen.

Auf Vorschlag der Stadtverwaltung gebe es mehr Investitionen in Klima- und Umweltschutz. Das Ziel: CO-Neutralität bis 2040. Keinen Spielraum gebe es bei der Auseinandersetzung um die Zeppelin-Stiftung. „Die Zeppelin-Stiftung gehört zu Friedrichshafen und das soll so bleiben“, stellte er im Hinblick auf den demnächst anstehenden Termin beim Verwaltungsgericht klar. Andreas Brand bedankte sich bei der Fischbacher Runde für die lösungsorientierte Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und wünschte den Fischbachern ein gutes Jahr 2020 mit Gottes Segen.

Für den geistlichen Impuls beim Neujahrsempfang sorgte der katholische Pfarrer Michael Benner. Er wünschte sich, dass in Not geratene Menschen, auch Flüchtlinge, menschenwürdig unterstützt würden. Großes Lob gab es für die Sternsinger aus der Kirchengemeinde St. Magnus. Diese seien insgesamt 550 Stunden unterwegs gewesen und hätten 11 000 Euro für die Kinder im Libanon eingesammelt.

Auch die SZ-Spendenaktion „Häfler helfen“ sei eine gute Möglichkeit, Menschen schnell zu unterstützen. Er warb um Unterstützung für die Sanierung des Glockenturms, aber auch für die bald anstehende Sanierung der Orgel in der katholischen Kirche. „Ein Orgelförderverein soll noch in diesem Monat gegründet werden“, kündigte Benner an.

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