Im Fallenbrunnen Nord-Ost werden noch weitere Bäume gefällt

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 Im Wäldchen gegenüber des Heizhauses und der Blauen Blume fällt der alte Baumbestand.
Im Wäldchen gegenüber des Heizhauses und der Blauen Blume fällt der alte Baumbestand. (Foto: Harald Ruppert)
Schwäbische Zeitung

In den nächsten Tagen werden im Gebiet Fallenbrunnen beim DHBW-Parkplatz und bei der ehemaligen Bootswerft (Gebäude 31 und 33) weitere Bäume gefällt. Dies hat die Stadtverwaltung am Mittwoch in einer Pressemitteilung angekündigt. Wie vom Gemeinderat beschlossen, werde für die zukünftige städtebauliche Entwicklung Friedrichshafens ein Flächenrecycling der ehemaligen militärischen Liegenschaften im Gebiet Fallenbrunnen umgesetzt. Dafür werden die Flächen von kontaminierten Böden und Kampfmittelresten befreit sowie alte Baustrukturen zurückgebaut.

Die jetzt geplanten Fällungen wurden im Vorfeld zwischen der Stadt und der Unteren Naturschutzbehörde abgestimmt, die ihre Zustimmung dazu gab, teilt die Stadt weiter mit. Für beide zu rodenden Flächen sei entweder im Fallenbrunnen selbst oder im Oberhof ein Ausgleich durch neu gepflanzte Hecken und Aufforstungen vorgesehen.

Die neuen Fällungen hätten einen geringeren Umfang als die ersten Eingriffe in das Wäldchen (wir berichteten am 13. Januar), die der BUND heftig kritisiert hat. Weil das betroffene Gebiet im städtischen Baumkataster noch nicht als Waldfläche ausgewiesen war, hatten sich die verschiedenen Ämter der Stadtverwaltung nicht miteinander abgestimmt. Die große zentrale Esche konnte nicht wie vorgesehen mit einem Autokran gekürzt werden, sodass „bedauerlicherweise größere Bereiche des Unterwuchses und einige kleinere Bäume umgerissen wurden“, schreibt die Stadt. Dies sei „selbstverständlich so nicht beabsichtigt gewesen“.

Die Stadtverwaltung wolle jedoch nun die Schäden am Wald durch Nachpflanzungen und entsprechende Pflege begrenzen und sich darum kümmern, die gefährdeten Vogel- und Fledermausarten möglichst zu erhalten. Der für den Stadtwald zuständige Ausschuss für Planen, Bauen und Umwelt werde über die Überprüfung der Fällaktion und die daraus gezogenen Konsequenzen informiert, sobald die Ergebnisse vorliegen. Für die nun anstehenden weiteren Fällungen müssen die Verkehrswege aus Sicherheitsgründen jeweils kurz gesperrt werden.

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