Seit 2002 leitet „Mona“ Foltan das Fitnessstudio des SV Ettenkirch, jetzt leitet sie auch den Gesamtverein.
Seit 2002 leitet „Mona“ Foltan das Fitnessstudio des SV Ettenkirch, jetzt leitet sie auch den Gesamtverein. (Foto: : Gunnar M. Flotow)
Schwäbische Zeitung

Seit 17. März leitet Alexandra Foltan als Gesamtvorsitzende den SV Ettenkirch. Im Gespräch mit Gunnar M. Flotow verrät die 42-Jährige, was sie an ihrem neuen Amt reizt, was sie mit dem 1048 Mitglieder starken Verein vorhat – und warum sie alle Welt „Mona“ nennt.

Sie heißen Alexandra, dennoch werden Sie von allen „Mona“ genannt. Wie kam es denn zu diesem Rufnamen?

Das weiß ich nicht mehr ganz genau. Ich kann mich nur daran erinnern, dass mir als kleines Kind – so mit vier Jahren – Alexandra nicht wirklich gefallen hat. Irgendwie, vielleicht durch eine Fernsehsendung, kam’s dann zu „Mona“ und dabei ist es bis heute geblieben. Ich tue mir übrigens auch heute noch schwer mit Alexandra.

Sie führen nun seit sechs Wochen den SV Ettenkirch. Was reizt Sie denn an Ihrer neuen Aufgabe?

Ich bin seit 2002 dabei und es ist einfach schon viel Herzblut in den Verein und das Gesundheitsstudio geflossen. Ich bin gerne hier, ich habe Spaß an der Arbeit im Verein und ich will einfach, dass es weitergeht.

Wie sind Sie denn zum Amt gekommen? Hat man Sie überreden müssen?

Nachdem Gottfried Allgaier im vergangenen Jahr angekündigt hatte, dass er aufhört, haben ich und die anderen Abteilungsleiter uns darüber unterhalten, wer es machen könnte. Dann habe ich mir gedacht: Okay, Herausforderungen mag ich sowieso gerne – also melde ich mich mal. Der Wechsel war damals noch sehr weit weg, doch es kam kein anderer Kandidat mehr.

Das ist ja fast schon eine Sensation, dass sich jemand aus freien Stücken um solch ein Amt bewirbt.

Ich habe schon immer leidenschaftlich gerne Sport gemacht. Und was ich hier mache, ist genau mein Ding. Ich komme auch am Samstag oder Sonntag gerne hier rein und schaue nach dem Rechten.

Leidenschaftlich Sport machen und die Organisation von Sportbetrieb sind aber zwei paar Stiefel.

Das stimmt. Aber weil es eben kaum noch jemanden gibt, der sich ehrenamtlich engagieren will, habe ich das Amt übernommen. Wie gesagt: Ich will, dass es weitergeht.

Welches sind die dringendsten Aufgaben, die Sie angehen wollen?

Dringend ist immer alles. Ich denke aber, dass es wichtig ist, dass wir mit unserem Angebot mehr auf ältere Leute eingehen – nicht nur hier im Gesundheitsstudio, sondern auch im Verein. Und wir müssen versuchen, auch schon die Jüngsten an den Verein zu binden.

Der SV Ettenkirch scheint ganz gut ausgestattet mit Anlagen und Geräten. Haben Sie besondere Wünsche, um die Infrastruktur des Vereins zu verbessern?

Wünsche sind immer da. Wir sind gerade mit dem Württembergischen Landessportbund im Kontakt, doch das, was wir planen, ist noch nicht spruchreif. Aber wenn Sie mich nach Wünschen fragen: Wünschenswert wäre aus meiner Sicht eine bessere Busanbindung von Ettenkirch nach Oberteuringen und Meckenbeuren/Tettnang.

Immer wieder kommt ja das Thema „Haus des Sports“ auf. Um was geht es denn dabei und wie ist der Stand der Dinge?

Seit Jahren taucht dieses Thema immer wieder in Wellen nach der Hauptversammlung auf und dann verschwindet es wieder. Wie bereits gesagt, befinden wir uns mit dem WLSB in Kontakt, um ein Konzept zu erarbeiten, das für die Anforderungen des SV Ettenkirch passt. Mit diesem Konzept sollten wir dann in der Lage sein, die anstehenden Herausforderungen für den SV Ettenkirch der kommenden Jahre bewältigen zu können.

Der SV Ettenkirch hat 1050 Mitglieder. Kann man so einen großen Verein eigentlich noch ehrenamtlich führen?

Hier bei uns in Ettenkirch ist das machbar, da innerhalb des Vereins eine gute Zusammenarbeit und Aufgabenteilung herrscht. Daher geht es bei uns auch mit 1050 Mitgliedern noch ehrenamtlich. An eine Geschäftsstelle oder ähnliches ist bislang noch nicht gedacht.

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