Schulleiter Stefan Oesterle sitzt auf dem Gurtschlitten und freut sich mit den Preisträgern der Schule sowie vom Organisationst
Schulleiter Stefan Oesterle sitzt auf dem Gurtschlitten und freut sich mit den Preisträgern der Schule sowie vom Organisationsteam: Harald Müller von der Verkehrswacht des Bodenseekreises, Polizeikommissar Karl-Heinz Koß und Igor Etzler, Verkehrserzi (Foto: cds)
Schwäbische Zeitung

Mit der Preisübergabe sind an der Claude-Dornier-Schule Friedrichshafen die Präventionstage „clean cruisen“ zu Ende gegangen. Unter dem Motto „Ich gurte mich an, weil...“ war die Kreativität der Schüler gefragt. Die besten Antworten belohnte die Polizei dann mit Preisen

Ziel der Präventionstage an der Claude-Dornier-Schule ist, die Schüler für die Gefahren im Straßenverkehr und des Drogenkonsums zu sensibilisieren. So konnten die Schüler beispielsweise auf einem Gurtschlitten spüren, welche Kräfte schon bei einem Aufprall mit geringer Fahrgeschwindigkeit wirken. Hinter einem Banner standen neben einem Unfallwagen auch ein Krankenwagen, ein Polizeiwagen, ein Taxi und eben auch ein Leichenwagen. Das rüttelte die Schüler auf und regte zur Diskussion an, schreibt die Schule in einem Pressebericht.

Wer dann durch das Schulgebäude lief, dem konnte es leicht passieren, dass ihm ein Rollstuhlfahrer entgegenkam. Mit speziellen alltäglichen Aufgaben beauftragt bekamen jeden Tag die Schüler Gelegenheit diesen ganz anderen „Lebensalltag“ zu erfahren und in ihrer Klasse darüber zu berichten. Wer in die Klassenzimmer kam, sah in diesen Tagen selten herkömmlichen Unterricht, berichtet die Schule weiter. Die Schüler konnten Verkehrs- und Drogenpräventionsunterricht von Polizeibeamten der Polizeidirektion Konstanz erleben sowie an Workshops unter dem Motto „Zwei Promille und ich spür noch nichts“ der Organisation „b-Free“ oder am interaktiven Theater „Felix gibt Gas“ teilnehmen. Diskussionsrunden mit Helmut Katein von der „Praxis für Verkehrspsychologie“ oder auch Aktionsstände wie der Ablenkungssimulator, der Fahrsimulator, Reaktionstests und ein Rauschbrillenparcour der Verkehrswacht Bodenseekreis sowie das Projekt „Schatten“ vom ADAC machten die Gefahren im geschützten Raum erfahrbar.

„s’Lebe is zu schee“

Um die kreativsten Antworten ging es dann bei der Aktion „Ich gurte mich an, weil...“ Die Ergänzungen „mein Leben was wert ist“, „meine Freundin auf mich wartet“ oder „s’Lebe is zu schee, um bei einem Autounfall zu sterben“ wurden von der Polizei mit Preisen, einer Powerbank oder einem Thermobecher, belohnt.

Die Präventionstage „Clean cruisen“ sind ein gemeinsames Projekt der Schule mit dem Polizeipräsidium Konstanz, der Verkehrswacht Bodenseekreis und dem Verkehrssicherheitsrat. Sie wird alle drei Jahre an der Schule durchgeführt. Dieses Jahr konnten über 60 Schulklassen mit etwa 2000 Schülern erreicht werden. Schüler, die alle zur Zielgruppe „Junge Fahrer“ gehören, an die sich die Verkehrswacht mit dem bundesweiten Zielgruppenprogramm „Aktion Junge Fahrer (AJF)“ an den Präventionstagen wendet.

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