2016 war Björn Andrae noch für Friedrichshafen aktiv, nun spielt er für Düren.
2016 war Björn Andrae noch für Friedrichshafen aktiv, nun spielt er für Düren. (Foto: Conny Kurth)

Der Weltenbummler in Sachen Volleyball kehrt in die Bundesliga zurück. Björn Andrae, mittlerweile 37 Jahre alt, hat Ende November bei den Powervolleys Düren einen Vertrag bis Ende Februar unterschrieben. Er soll dort den länger verletzten kanadischen Angreifer Lucas Coleman vertreten. Am Montag hatte Andrae seinen ersten Arbeitstag in Düren, am Donnerstag (19.10 Uhr, ZF-Arena, SPORT1) geht es in der Volleyball-Bundesliga gegen seinen Ex-Verein VfB Friedrichshafen. Und eine Woche später gibt es ein Wiedersehen im DVV-Pokalhalbfinale. Wann genau Andrae sein Debüt für Düren geben wird, steht noch nicht fest. Giuseppe Torremante sprach mit ihm.

Herr Andrae, Sie haben fast neun Monate nichts mehr mit Volleyball in der Halle zu tun gehabt. Wie haben Sie sich denn über den Sommer fit gehalten?

Ich bin ein Mensch, der viel Bewegung braucht. Beachvolleyball, Schwimmen und Fahrradfahren standen auf dem Programm. Ich habe mich auch als Holzfäller betätigt, denn da, wo ich wohne (Kaulsdorf bei Berlin, die Red.) mache ich gerne im Außenbereich Feuer. Es war keine Betätigung als Profi, aber ich habe meinen Körper nicht vernachlässigt.

Wie kam der Kontakt zu den Powervolleys zustande?

Zunächst war es der Kontakt mit Zuspieler Tomáš Kocian, den ich scho aus Friedrichshafen gut kannte. Er fragte mich, ob ich mir vorstellen könnte, auszuhelfen. Da ich sowieso noch mal gerne in der Halle spielen wollte, habe ich mich sehr gefreut. Die Details habe ich dann mit den Verantwortlichen besprochen. Es hat gepasst und wir haben uns zunächst für einen Vertrag bis Ende Februar geeinigt, aber mit Option. Ende Februar sollte Lucas Coleman wieder einsatzbereit sein. In der Zwischenzeit bin ich sozusagen nur die Aushilfe.

Sie waren zuletzt bei den Netzhoppers unter Vertrag. Was hat da nicht mehr gepasst?

Ich war bereit dazu, für das gleiche Gehalt weiter bei den Netzhoppers zu spielen. Der Verein hat sich anders entschieden. Für weniger Geld wollte ich nicht spielen.

Was reizt Sie, für die Powervolleys in der Bundesliga zu spielen? Und siund Sie schon fit genug, um am Donnerstag zu spielen?

Das Umfeld in Düren ist für mich kein unbekanntes Terrain. Mit der Nationalmannschaft waren wir oft bei Lehrgängen dort und ich kenne die Mannschaft aus meiner Zeit beim VfB Friedrichshafen. Düren hat eine starke erste Sechs und ich denke, dass das Team in der Bundesliga eine gute Rolle spielen wird. Die Spieler und der Verein sind sportlich sehr ambitioniert. Ob ich am Donnerstag mitfahre, weiß ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich spiele, weil ich erst ein paar Wochen in der Halle trainieren muss, um mit den Abläufen wieder vertraut zu werden.

Mit Tomáš Kocian haben die Powervolleys Düren einen Zuspieler, der jahrelang in Friedrichshafen gespielt hat und die Häfler Mannschaft kennt. Welchen Vorteil hat das Team?

Sicherlich ist es kein Nachteil, wenn ein Zuspieler den Gegner kennt. Er weiß, wie die Spieler aufschlagen und wo sie am liebsten ihre Bälle platzieren. Das ist die eine Seite der Medaille. Der VfB kennt aber auch die Spielweise von Tomáš Kocian. Wichtig ist, dass wir die Häfler überraschen und sie aus ihrer Komfortzone locken. Der VfB Friedrichshafen ist für mich die stabilste Mannschaft der Bundesliga. Um das Team zu knacken, muss man die Spieler zu Fehlern zwingen. Dann fängt das Nachdenken an. Gelingt es, haben wir eine Chance. Lässt sich der VfB nicht locken, wird es sehr schwer.

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