HSG-Handballer siegen auch im letzten Saisonspiel

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 Freude über den Meisterwimpel: die HSG Friedrichshafen-Fischbach I um Trainer Rolf Nothelfer (oben rechts) ist am Ziel.
Freude über den Meisterwimpel: die HSG Friedrichshafen-Fischbach I um Trainer Rolf Nothelfer (oben rechts) ist am Ziel. (Foto: Thomas Schlichte)

Die Bezirksliga-Handballer der HSG Friedrichshafen-Fischbach haben ihre Rückrunde ungeschlagen beendet. Gegen die TG Biberach II sicherte sich der Meister zum 26:19-Endstand den nächsten doppelten Punktgewinn. Dabei hatten die Gäste dem Landesliga-Aufsteiger phasenweise alles abverlangt.

Als Heiko Griebel, Vorsitzender des Handballbezirks Bodensee-Donau, HSG-Mannschaftskapitän Martin Westerholt den Meisterwimpel überreichte, war aller Ärger über die zuvor phasenweise recht dürftige Vorstellung des Landesliga-Aufsteigers vergessen. Dabei hatte die Erste der Häfler Spielgemeinschaft insbesondere im ersten Abschnitt große Probleme mit den mutigen Gästen, die zwar ohne Wechselmöglichkeit angereist waren, aber mit ihren Anspielen an den Kreis so manchen Wirkungstreffer gesetzt hatten.

Der Spitzenreiter wirkte unkonzentriert, leistete sich Fehlpässe sowie ausgelassene Torchancen in Hülle und Fülle. Folgerichtig hielt die Reserve aus Biberach mehr als ordentlich mit und lag zur Pause nur knapp mit 10:11 in Rückstand. Obwohl die Hausherren vor rund 200 Zuschauern in der Häfler Bodenseesporthalle den besseren Start in Halbzeit zwei erwischten – 13:10 (32.), verfiel man wenige Zeigerumdrehungen später erneut in die zu fahrige Gangart des ersten Durchgangs - 15:14 (45.). HSG-Cheftrainer Rolf Nothelfer schimpfte, haderte und stellte taktisch um – doch seine Jungs waren gedanklich wohl schon bei der anschließenden Meisterfeier.

Erst in der Schlussphase wachte der Spitzenreiter, sehr zur Freude seiner Fans – unter die sich auch Ehrengäste wie beispielsweise Sportbürgermeister Andreas Köster oder die Stadträte Eberhard Ortlieb und Erich Habisreuther gemischt hatten – auf und wusste dann mit wesentlich mehr Torgefahr zu gefallen. Auch die Defensive stabilisierte sich und bekam den Gegner, der fast ausschließlich mit zwei Kreisläufern agierte, nun besser in den Griff. Und das auch, weil Torhüter David Pietsch so manchen Biberacher Wurf entschärfte. Zudem handelte sich die Mannschaft von TG-Coach Konstantin Giese in den Schlussminuten Zeitstrafen ein, die der Häfler Spielgemeinschaft in die Karten spielten.

Darüberhinaus ging den dezimierten TG-Handballern so langsam doch noch die Puste aus. Dennoch hatten auch sie es sich verdient, sich von ihrem mitgereisten Anhang entsprechend feiern zu lassen. „Man hat gemerkt, dass bei uns die Spannung raus war. Wir haben nicht annähernd an die Leistungen der bisher außerordentlich guten Rückrunde anknüpfen können“, bilanzierte Rolf Nothelfer. „Wir haben den Gegner durch unsere Fahrkarten richtig stark gemacht, aber am Schluss zum Glück noch Reserven gehabt. Wir haben einfach eine richtig tolle Saison gespielt und uns im Rundenverlauf steigern können. Für mich war das ein verdienter Titel.“

Den feierten die HSG-Handballer mit ihren Gästen um die Edelfans Peggy Seifritz, Britta Nothelfer, Ulla Göser und Hallensprecher Walter Knoblauch in eigens angefertigten Meistershirts im Foyer der Bodenseesporthalle, in dem man auch Spieler und Verantwortliche anderer Vereine wie beispielsweise vom TSB Ravensburg und dem TV Weingarten sichtete.

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