HSG-Handballer feiern Big Points im Aufstiegsrennen

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 Augen zu und durch: Denis Turnadzic (links) und seine HSG Friedrichshafen-Fischbach I revanchieren sich beim TSV 1848 Bad Saulg
Augen zu und durch: Denis Turnadzic (links) und seine HSG Friedrichshafen-Fischbach I revanchieren sich beim TSV 1848 Bad Saulgau II für die Pleite im Hinspiel. (Foto: Alexander Hoth)

HSG FF: Göser, Pietsch (Tor); Turnadzic (6), Kotnik (5), Schmidt (3/3), Witzemann (2), Pentzlin (2), Schicketanz (1), Dohrn (1), Westerholt (1), Merkel (1), Krost, Nothelfer.

Spitzenreiter HSG Friedrichshafen-Fischbach I hat am Wochenende in der Handball-Bezirksliga Moral bewiesen. Beim heimstarken TSV 1848 Bad Saulgau II setzte sich die Häfler Mannschaft, trotz eines 10:14-Pausenrückstandes, am Ende verdient mit 22:19 durch. Nach dem Seitenwechsel hatten sich die Gäste vom Bodensee in allen Mannschaftsteilen gesteigert.

Dabei war die zweite Halbzeit noch gar nicht so alt gewesen, als der Tabellenführer einen weiteren herben Rückschlag zu verkraften hatte. Bei einer Abwehraktion kam Rückraumshooter Stefan Dohrn einen Tick zu spät und erhielt – sehr zur Verwunderung etlicher Zuschauer und der Häfler Fans – die Rote Karte (33.).

Nach einigen Diskussionen ging es dann schließlich beim 14:12-Zwischenstand aus Sicht der Hausherren in der Bad Saulgauer Kronriedhalle weiter. Wenige Minuten später glich Friedrichshafen-Fischbach zum 14:14 aus. Und das auch, weil man im Angriff mehr Durchschlagskraft entwickelte und den Defensivverbund stabilisierte. Darüber hinaus wuchs David Pietsch, der nun für Enrico Göser zwischen den Pfosten stand, teils über sich hinaus.

Folgerichtig wendete die HSG FF das Blatt und lag in der 47. Minute erstmals mit 17:16 vorne. Als Denis Turnadzic zum 18:16 traf und Christian Zimmerer im TSV-Trikot eine Zwei-Minuten-Strafe kassierte, schlug das Pendel zugunsten der HSG Friedrichshafen-Fischbach aus, obwohl sich die Jungs von TSV-Spielertrainer Markus Weisser nicht wirklich abschütteln ließen.

Bärenstarke Saulgauer Abwehr

Doch die Erste der Häfler Spielgemeinschaft verteidigte, dank einer aggressiven Deckung und Pietschs Paraden, den Vorsprung geschickt und stand wenige Zeigerumdrehungen später als verdienter 22:19-Sieger fest. Dabei hatte zunächst alles für die Zweite aus Bad Saulgau gesprochen. Denn der Tabellenführer fand einfach kein wirksames Mittel gegen die bärenstarke Abwehr von Frederik Söder und seinen Nebenleuten der Bad Saulgauer Reserve.

Infolgedessen zog der TSV II erst auf 5:1 davon (8.) und ließ auch bis zum 14:10-Halbzeitstand relativ wenig zu. Nach Wiederanpfiff wusste sich der Spitzenreiter in allen Mannschaftsteilen zu steigern, hatte stets eine Antwort parat und kassierte in den zweiten 30 Minuten gerade einmal noch fünf Gegentore. „Bei uns lief zu Beginn nichts zusammen. Wir waren viel zu zaghaft und sind einfach nicht in den Rhythmus gekommen“, bilanzierte Nothelfer. „Wir haben nach der Hinausstellung Moral bewiesen und die richtigen Lösungen gefunden. Die Jungs haben allesamt klasse gekämpft und dem Gegner so die erste Heimniederlage beschert.“

HSG FF: Göser, Pietsch (Tor); Turnadzic (6), Kotnik (5), Schmidt (3/3), Witzemann (2), Pentzlin (2), Schicketanz (1), Dohrn (1), Westerholt (1), Merkel (1), Krost, Nothelfer.

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