Traurig, traurig: Die Fasnet ist rum, die Geldbeutel sind leer.
Traurig, traurig: Die Fasnet ist rum, die Geldbeutel sind leer. (Foto: Gunthild Schulte-Hoppe)

Mit lautem Heulen und Gejammer haben die „Alten Schachteln“ der Buchhornhexen mit der traditionellen Geldbeutelwäsche am Aschermittwoch die Fasnet zu Grabe getragen. Mangels Putzweibern mussten die Männer ran.

Die Herren wienerten die Hexe, bevor diese ihren Platz auf dem Brunnen räumen musste. Und sie putzten den Brunnen, der ab sofort wieder Lindenbrunnen heißt. Bei der Geldbeutelwäsche kam zutage, dass die Narren in der Fasnet wieder einmal sehr großzügig gelebt und ihre Brieftaschen komplett geleert hatten. Nur eine Kupfermünze als Samen, der sich bis zur nächsten Fasnet kräftig vermehren soll, war übrig geblieben. So traurig alle über das Ende der Fasnet waren, gute Nachrichten gab’s auch: „S‘goht dagege – die nächste Fasnet kommt bestimmt“, verkündeten die „Alten Schachteln“, bevor die Trauergesellschaft zum Aschermittwochsessen in den Gasthof Rebstock zog.

Die Tradition der Hofener Brunnenputzete gibt es bereits seit 1988. Damals hoben Ursula Wicker, Charlotte Merz, Gertrud Herold und Helga Pietrucha die „Putzweiber“ aus der Taufe. Und diese Tradition wird seither fortgeführt.

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